Die Friedhöfe Wien als Heimat für bedrohte Insekten

Gute Eingewöhnung und köstliche Ernte als Ergebnis des Artenschutzprojektes

 

Blume © Friedhöfe WienZoom

Sowohl auf dem Wiener Zentralfriedhof, als auch am Friedhof Südwest wurden 2013 und 2014 mehrere Bienenvölker angesiedelt. Die Friedhöfe in Wien sind mehr als nur Begräbnisstätte, sie sind Rückzugsort wo Tiere und Pflanzen einen weitgehend ungestörten Lebensraum finden und dienen als Grünoasen im oftmals dicht bebauten Stadtgebiet.Durch die Vielfalt der Pflanzenwelt auf den Wiener Friedhöfen finden die Bienenvölker eine optimale und vor allem „ungiftige“ Umgebung vor.

Naturgarten idealer Lebensraum für die Bienen

Damit die Bienen ungehindert am Friedhofsgelände des Wiener Zentralfriedhofs ausfliegen können, wurde der Naturgarten als der am besten geeignete Ort für die Bienenstöcke ausgewählt. Er ist ein 40.000 m2 großes Areal mit einer großen Blumenwiese, Bäumen, Sträuchern und einem Biotop. Er bietet den Bienen Lebensraum, Futterquelle und Wasser.

„Die zahlreichen Baumalleen am Friedhofsgelände wie Ahorn, Kastanien, Linden, Buchen, Platanen, Schwarznuss oder Hopfenbuche sind für die Bienen ideale Futterquellen“, so Imker Gustav Penker, Obmann des Vereins „Bienenzuchtverein Wien – Ortsgruppe 1“ und Betreuer der Bienen am Wiener Zentralfriedhof. „Bis zum ersten Wiener Friedhofshonig wird es nicht mehr lange dauern“, so Penker augenzwinkernd.

Noch mehr Stöcke für Friedhofsbienen werden aufgestellt

Mit der Aussicht auf die erste süße Ernte hat Gustav Penker recht behalten – 2014 konnte der erste Honig geerntet werden - 80 Kilo waren es am Wiener Zentralfriedhof und etwas weniger, nämlich 55 Kilo, am Friedhof Südwest, wo die Bienenstöcke von den Stadtimkern betreut werden. Durch die regelmäßige Erweiterung der Bienenstöcke konnten wir im letzten Jahr bereits kanpp 600 Kilo Honig ernten.

Der „Friedhofs-Honig“ kann im Infopoint des Wiener Zentralfriedhofes, im Shop des Bestattungsmuseums am Wiener Zentralfriedhof oder im online Shop der Stadtimker erworben werden.