Friedhöfe Wien als gefragte Filmdrehorte


Schauplätze für die Welt

Die Vienna Film Commission feiert dieser Tage ihr neunjähriges Jubiläum. Das Resümee ist auch heuer wieder ein erfolgreiches. Die Stadt Wien bleibt unverändert ein national und international heiß begehrter Drehschauplatz. Die große Zahl an Dreharbeiten konnte auf dem bereits sehr hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Ein ganz wesentlicher Teil dazu tragen die Friedhöfe Wien mit traditionell beliebten und bekannten Drehorten bei: 50 Filmprojekte – national und international - wurden 2017 auf den Wiener Friedhöfen gedreht. 13 davon waren Dokumentationen, 5 Studentenprojekte, 21 TV-Projekte und 11 Filmprojekte.

Rückblick 2017

Prominent und sicherlich vielen ein Begriff, ist die österreichische Fernsehserie „Schnell ermittelt“ mit Ursula Strauss. Im Auftrag des ORF produziert, fanden dafür die Dreharbeiten im August 2017 am Wiener Zentralfriedhof (Halle 3) und in der Unternehmenszentrale der B&F Wien statt. Die beliebte Serie „Soko Donau“ wurde im September 2017 ebenfalls am Wiener Zentralfriedhof gedreht. Ein „Tatort“ wurde im Mai 2017 am Friedhof Kagran abgefilmt. Die Szenenbeschreibung verspricht Strizzi-Studien und Wiener Schmäh: „Inkasso-Heinzi vergräbt seine Waffe im Grab. Jukic gräbt sie wieder aus.“ Ein Teil der Verfilmung der Biographie von André Heller: „Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein“ wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof gedreht. Des Weiteren hat die BBC eine Dokumentation über Feldhamster am Wiener Zentralfriedhof und am Friedhof Meidling gedreht. Auch die ARD waren für die Produktion „Wien bei Nacht“ am Zentralfriedhof. Hier waren vor allem Grabskulpturen und Engelsfiguren beliebte Motive. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Einblick 2018

Auch im neuen Jahr stehen nationale und internationale Filmproduktionen schon wieder Schlange an den Toren unserer Friedhöfe. Viele Drehgenehmigungen sind schon erteilt, noch mehr werden folgen. Und einige große Produktionen wurden heuer schon abgedreht. Anfang Februar fanden die aufwendigen Dreharbeiten für die neue David Schalko – Serie „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ statt. Etwa 200 Komparsen waren dafür am Zentralfriedhof. Sargträger von den Friedhöfen Wien und Kollegen vom Bestattungsdienst kamen dabei genauso zum Einsatz, wie Leichenwagen der Bestattung Wien. Der Filmklassiker aus dem Jahr 1931 wurde mit vielen Stars der deutschsprachigen Filmszene (u.a. Moritz Bleibtreu und Julia Stemberger) vom österreichischen Starregisseur neu verfilmt und unter anderem am Wiener Zentralfriedhof in Szene gesetzt. Für März hat sich eine japanische Produktionsfirma mit der Dokumentation „Klassisches Europa“ für die Musikergräber am Wiener Zentralfriedhof ebenso angekündigt, wie eine weitere Tatort-Produktion für den Friedhof Hernals. Szenenbeschreibung: „Harald Krassnitzer plaudert am Grab seines Vaters mit Adele Neuhauser.“ 2016 wurde übrigens der österreichische Science-Fiction-Film „Life Guidance“ auch am Wiener Zentralfriedhof gedreht. Er wird momentan in den heimischen Kinos ausgestrahlt.

Ausblick 20..

Was vor vielen Jahrzehnten seinen Lauf genommen hat – man denke an die großen Klassiker der Filmgeschichte wie „Der dritte Mann“ mit Orson Welles – wird fortgesetzt: Die Wiener Friedhöfe werden weiterhin als historische, architektonische und kulturelle Plätze mit speziellem Ambiente begehrte Drehorte für Produktionsfirmen aus allen Kontinenten sein. Es sind nicht zuletzt jene Filme und Dokumentationen, die das besondere Ansehen Wiens - und somit auch das der Friedhöfe Wien - in die Welt hinaustragen. Die Friedhöfe Wien GmbH ist stolz darauf und freut sich, Kooperationspartner der Vienna Film Commission zu sein.