Nationale Gedenkstätte

Erinnerung und Verpflichtung
Das nationalsozialistische Regime unterdrückte nach der Okkupation Österreichs jede Opposition. Nicht nur politischer Widerstand und die Verbreitung regimekritischer Nachrichten wurden vielfach mit dem Tod bestraft, auch für geringfügige Vergehen oder unerwünschtes Verhalten konnte die Todesstrafe verhängt werden. Mehr als tausend der vom Volksgerichtshof, dem Oberlandesgericht Wien und von Sondergerichten verhängten Todesurteile wurden im Landesgericht Wien vollstreckt.

In den Schachtgräbern der Gruppe 40 wurden die sterblichen Überreste der Hingerichteten entweder nach Ihrer Verwendung für medizinische Studien am Anatomischen Institut der Universität Wien oder sofort nach der Hinrichtung formlos verscharrt. Ebenso wurden Männer, die aufgrund von Urteilen der Militärjustiz oder des obersten SS- und Polizeigerichts am Militärschießplatz Kagran exekutiert worden waren, hier begraben.

Damit wurde dieser Teil der Gruppe 40 zur letzten Ruhestätte für jene Menschen, die ihr Einstehen für ihre politische oder religiöse Überzeugung, ihr Eintreten für Mitmenschlichkeit, Freiheit und Demokratie mit dem Leben bezahlen mussten.

Nach Ende des Krieges wurden einige der Hingerichteten in private Gräber umgebettet. Manchen wurde lediglich ein Gedenkzeichen gesetzt und andere sind bis heute namenlos geblieben.

Zum Gedenken an die in Konzentrationslagern ermordeten Österreicherinnen und Österreicher wurde Asche aus verschiedenen Gedenkstätten hier bestattet, darunter auch die nach 1945 zu Forschungen verwendeten Präparate der Opfer der nationalsozialistischen Medizinverbrechen fanden hier eine würdige letzte Ruhestätte.

Am 11. März 2013 wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem Teil der Gruppe 40 ein Festakt bei der Nationalen Gedenkstätte abgehalten. Hier kommen Sie zu dem Artikel.