Der Naturgarten am Wiener Zentralfriedhof

Friedhöfe WienZoom

 

Der Wiener Zentralfriedhof mit seiner weitläufigen Parklandschaft gilt als echter Erholungsraum für die BesucherInnen und beheimatet eine faszinierende Tierwelt. Er ist eine grüne Oase in mitten der Stadt, ein Ort der Ruhe, Erholung und Besinnung. Auch auf Grund seiner vielen Ehrengräber und Bauwerke zählt er zu einer der meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien. Der bekannteste Friedhof Wiens ist dabei aber weit mehr als nur die letzte Ruhestätte für knapp drei Millionen Menschen aller Religionen.

 

Belebte Parklandschaft

Ein ganz besonderer Teil des Wiener Zentralfriedhofes ist dabei das knapp 40.000 m² große Areal des Naturgartens. Dieser weitläufige bei Tor 9 angesiedelte Bereich zwischen Gruppe 91 und 97 ist ein großer naturbelassener Grünbereich am Rande des Friedhofes welcher seit 2011 besteht. In dem naturbelassenen Areal finden zahlreiche Pflanzen und Tierarten einen geschützten Lebensraum mit ausreichend Futterquellen und Wasser. Den BesucherInnen ermöglicht er mitten in der Natur zu verweilen und durchzuatmen, ganz abseits von Lärm und Hektik.

Der Naturgarten bietet mit seiner Abgeschiedenheit ein Paradies für Insekten, Amphibien, Schmetterlinge, Bienen, Enten, Rehen und vielen Tieren mehr. Ein natürlich angelegtes Biotop mit Schilfgürtel, zwei große Schmetterlingswiesen welche im Sommer abwechselnd nicht gemäht werden, ein begrünter, felsiger Hügel sowie sorgsam ausgesuchte Bäume und Sträucher sorgen für ein ökologisches Gleichgewicht. Schmale Pfade führen durch die nicht gerodeten Teile des Naturgartens hin zu natürlichen Sitzgelegenheiten mit Steinkreisen welche zum Verweilen und Kraft tanken einladen. Das nachhaltige Naturparadies ermöglicht so ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier.

 „Es hat schon eine eigene Faszination, inmitten der Verstorbenen dem Leben zu begegnen. Hasen, Rehe, Fasane, Enten, Falken, Habichte und zahlreiche Singvögel leben hier. Wer zur richtigen Zeit die richtigen Ecken des Friedhofs besucht und etwas Geduld mitbringt, kann sie auch entdecken.“ zeigt sich Verwalter Andreas Kals immer noch begeistert von Flora und Fauna „seines“ Friedhofs.