Daten und Fakten

Der Wiener Zentralfriedhof ist der zweitgrößte Friedhof Europas. Seine Gesamtfläche beträgt 2,5 km². Er beherbergt rund 330.000 Gräber, darunter rund 1.000 Ehrengräber. Insgesamt drei Millionen Menschen aller Konfessionen sind hier begraben. Die erste Einzelbestattung war jene von Jakob Zelzer am 1. November 1874. Das Grab besteht heute noch (in der Gruppe 0, Reihe 0, Nummer 1) und befindet sich neben dem Verwaltungsgebäude an der Friedhofsmauer. Täglich finden am Zentralfriedhof zwischen 20 und 25 Beerdigungen statt.

Aufteilung des Friedhofsareals 

Neben den katholischen Gräbern des interkonfessionellen Hauptteils beherbergt das riesige Areal einen evangelischen Friedhof, den neuen und den alten jüdischen Friedhof, eine islamische Abteilung, eine syrisch-orthodoxe Abteilung, eine moslemisch-ägyptische Abteilung, eine koptisch-orthodoxe Abteilung, eine griechisch-orthodoxe Abteilung, eine russisch-orthodoxe Abteilung, eine rumänisch-orthodoxe Abteilung, eine serbisch-orthodoxe Abteilung sowie Gräber der Anatomie.

Beim Haupteingang (2. Tor) befindet sich der Infopoint und zwei der drei Aufbahrungshallen. Vom Portal aus sind bereits die imposanten alten Arkaden mit 36 Grüften zu sehen. Sie wurden im Neo-Renaissancestil erbaut.

Im Zentrum des Friedhofes steht die im Jugendstil erbaute Friedhofskirche "Zum Heiligen Karl Borromäus" (auch "Lueger-Kirche" genannt). Direkt davor liegen die Präsidentengruft und die Ehrengräber. Hinter der Kirche befindet sich die Priesterbegräbnisstätte der Erzdiözese Wien. Beiderseits der Friedhofskirche schließen die Arkaden und Kolumbarien (Gruftanlagen) an.

Der Friedhof als Parklandschaft:
Rund 17.000 Bäume gibt es am Wiener Zentralfriedhof und Hecken mit einer Gesamtlänge von ca. 40 Kilometer.
Der Park der Ruhe und Kraft beim 3. Tor ist ein Ort zum Krafttanken und Meditieren.
Im Naturgarten, zwischen Gruppe 91 und 97, finden Menschen, Pflanzen und Tiere ihren Platz.

Mahnmale zum Gedenkenan schlimme Zeiten, erinnern unter anderen in den Gruppen 40, 41G, 91 und 97.

Sondergrabstätten, wie die Gedenkstätte der Anatomie in der Gruppe 26, für Personen die ihren Körper der Wissenschaft zur Verfügung gestellt haben.

Die Waldfriedhöfe in den Gruppen 35 A und 41B  bieten Platz für eine natürliche Urnenbestattung ohne Pflegebedarf.

Das Straßen-Wegenetz umfasst über 80 Kilometer.