Das war die "Lange Nacht" 2018 im Bestattungsmuseum


2.455 Besucher am Wiener Zentralfriedhof

Es war die 19. „Lange Nacht der Museen“. Initiiert vom ORF, hielten am 06. Oktober allein in Wien weit über 100 Museen von 18 Uhr bis 1 Uhr früh offen. Das Bestattungsmuseum beteiligte sich zum 16. Mal am nächtlichen Event. 2.455 BesucherInnen, fast doppelt so viele wie in den vergangenen Jahren, genossen das Angebot.

Neben seiner Permanentschau lockte das Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof mit zahlreichen weiteren Programmpunkten: In drei Särgen konnte probegelegen werden. Kleine und Große versuchten sich am Sargbemalen. Bahrtücher, darunter schwere historische Stücke, sorgten für ebenso große Augen wie der Sitzsarg.

„Amoi seg'n man uns wieda“: Bestens bei Stimme war „Festklang“, ein wechselndes Ensemble aus Damen und Herren, hauptberuflich an Staats- und Volksoper engagiert und für Begräbnisse buchbar. Es sang Hits der Trauermusik und brachte mit einem „Orgelschocker“ nicht nur die Aufbahrungshalle 2 zum Vibrieren.

Pathologe Prof. Dr. Roland Nevrivy erzählte aus seinem spannenden Arbeitsalltag. Zu Leichenfahrzeugen von der historischen Kutsche über Glaswägen bis zum Fourgon wurden alle Fragen beantwortet. Und in der Friedhofskirche zum Hl. Karl Borromäus fanden permanent Führungen statt.

Bestatterikone Prof. Julius Müller begleitete Hunderte Interessierte zu den Ehrengräbern. Aber noch mehr wollten Gänsehaut bei der Gruselführung von GabiTours bekommen. Diese nächtliche Tour auf dem Wiener Zentralfriedhof wird auch nach der „Langen Nacht der Museen“ 2018 an zahlreichen Terminen angeboten.