Israelitischer Friedhof Floridsdorf





Nach den Statuten der 1880 konstituierten "israelitischen Cultusgemeinde Floridsdorf" hat die Kultusgemeinde unter anderem auch "für den Bestand und die Erhaltung der confessionellen Friedhöfe sowie für die dem Ritus entsprechende Beerdigung der Verstorbenen" zu sorgen. Die erste Beilegung im israelitischen Friedhof in Floridsdorf, der vermutlich 1876 geplant und anschließend errichtet wurde, fand drei Jahre vor dem Entstehen der Kultusgemeinde am 2. Juni 1877 statt.

Die eingefriedete Fläche beträgt 5.607 Quadratmeter. 1980 wies er rund 1.400 Grabstellen auf. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er durch Bombentreffer schwer beschädigt. Der Eingangsbereich einschließlich der Aufbahrungshalle wurde zerstört. Während des Zweiten Weltkrieges fanden keine Beerdigungen in diesem Friedhof statt. Nach Kriegsende wurden die Schäden beseitigt. 1952 wurde der neue Friedhofseingang an der gegenwärtigen Stelle in der Ruthnergasse erbaut. Eine neue Aufbahrungshalle wurde errichtet. Der israelitische Friedhof wurde im November 1955 nach Abschluss des Rückstellungsverfahrens wieder der Israelitischen Kultusgemeinde übergeben.   In diesem Friedhof liegt der erste jüdische Ansiedler in Floridsdorf, Elias Wimmer, begraben. Seine letzte Ruhestätte fand hier auch Hans Grünwald, einer der ersten Motorrad-Rennfahrer. An seinem 22. Geburtstag, dem 4. Juni 1927, verunglückte er tödlich: "Ein Meister des Kraftfahrsports, starb er als Opfer seines kühnen Strebens", kündet die Inschrift auf seinem Grabstein.

Israelitischer Friedhof Floridsdorf
Ruthnergasse 26
1210 Wien

Homepage: www.ikg-wien.at