Süßenbrunn





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeisterin Karin Göschl verwaltet.

Fläche: 5.053 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 419

Friedhof Süßenbrunn
Friedhofweg 282
1220 Wien

Tel.: +43 (0)1 282 13 17
Fax: +43 (0)1 282 13 17

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Süßenbrunn war der Pfarre Gerasdorf zugehörig. Die Ortsbewohnerinnen und Ortsbewohner mussten zum Besuch des Gottesdienstes einen während der Winterzeit oder bei Schlechtwetter beschwerlichen Weg in die drei Kilometer entfernte Pfarrkirche zurücklegen. Ältere oder schwächere Personen sowie die Schuljugend konnten zu bestimmten Jahreszeiten nicht am Gottesdienst teilnehmen. Der Süßenbrunner Gemeinderat beschloss 1835 den Bau einer Kapelle, die nach ihrer Errichtung 1839 geweiht und ihrer Bestimmung als Filialkirche übergeben wurde. Mit 1. Jänner 1966 wurde Süßenbrunn von Gerasdorf ausgepfarrt und am 1. Jänner 1969 zur Pfarre erhoben. Im Oktober 1978 wurde mit dem Abbruch der Kapelle begonnen. Eine neue Kirche wurde errichtet, die am 1. Juni 1980 geweiht wurde.

Errichtung und Einweihung

1891 wurde der "Gottesacker zu Gerasdorf, in dem die Einwohner der Filiale Süßenbrunn nach ihrem Ableben an der Seite ihrer Vorväter beerdigt wurden", von den Behörden für epidemische Fälle als unzureichend befunden. Der Gemeinde Süßenbrunn wurde die Errichtung eines eigenen Friedhofes aufgetragen. Am 10. April 1893 findet sich in der Pfarrchronik von Gerasdorf der Hinweis: "Bis heute ist wohl die Umfriedung fertig, auch ein schönes eisernes Gottesackerkreuz um 100 Gulden hat die Gemeinde Süßenbrunn besorgt, aber wegen der schlechten Witterung kann der Sockelstein nicht eingemacht werden. Auch ist bis jetzt die rituelle Einweihung dieses, der armen Gemeinde Süßenbrunn so kostspielig (über 1.000 fl) kommenden Gottesackers noch nicht vorgenommen worden, daher wurden die Leichen des Jahres 1891, 1892 und 1893, wie bisher üblich, im Ortsfriedhof zu Gerasdorf zur Erde bestattet." Am 1. Mai 1893 konnte jedoch die Gemeinde Süßenbrunn gleichzeitig mit der Mitteilung, dass "der hier errichtete Friedhof, die Totenkammer, das Friedhofskreuz und die Gräbereinteilung vollständig fertiggestellt sind", an das Pfarramt Gerasdorf auch das Ansuchen richten, "die Friedhofseinweihe veranlassen zu wollen". "Am Pfingstsonntag, dem 22. Mai 1893 nachmittags, zogen alle Süßenbrunner in Prozession und unter Absingung der Allerheiligen-Litanei zu dem neuen, gegen Osten der Kapelle an der rechten Seite gegen Aderklaa, etwa eine viertel Stunde vom Orte entfernten Friedhof", dessen Einweihung nach dem "neuen Diözesan-Rituale" vorgenommen wurde. Die erste dort beerdigte Leiche war die eines zweieinhalb Monate alten Kindes, Christine Mater. Nach der Übernahme der Friedhöfe in die Verwaltung der Stadt Wien 1938 wurden für die Besorgung des Gräberausweisungsdienstes, die Gebührenvorschreibung und die Führung der Gräberbücher eigene Betriebsstellen geschaffen. Der Süßenbrunner Friedhof wurde dabei der "Betriebsstelle Asperner Friedhof" zugeteilt.

Erweiterungen und Instandsetzungen

1945 bis 1951 wurden Gebäudeschäden behoben. Die Einfriedung wurde ergänzt und die Aufbahrungshalle instand gesetzt. 1952 wurde die Aufbahrungshalle umgebaut. 1954 wurde die Aufbahrungseinrichtung der Bestattung Deutsch-Wagram übergeben, der im Einvernehmen mit dem Wiener Unternehmen die Bestattungsleistungen im Gebiet von Süßenbrunn übertragen wurden. Die Betriebsstelle Asperner Friedhof wurde aufgelassen und der Friedhof Süßenbrunn zum Wahlfriedhof erklärt. 1955 kam es in den vorhandenen Erweiterungsflächen zu Aufschließungsarbeiten. 1959 wurde der Aufbahrungsraum renoviert und ein Stirnwandaltar aufgestellt. 1972 erfolgte anlässlich einer Instandsetzung der Halle der Anschluss der Beleuchtung des Aufbahrungsraumes an das Stromnetz. 1985 wurden Vorkehrungen für die Erweiterung des Friedhofes geschaffen. Am 30. Oktober 1987 wurde der Erweiterungsteil im Rahmen eines ökumenischen Wortgottesdienstes gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

Detailplan

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PDF (117 kB)  |  22.07.2014

Übersichtsplan

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PDF (16 kB)  |  26.04.2016