Stammersdorf Ort





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeisterin Inge Potz verwaltet.

Fläche: 8.217 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 984

Besonderheit: der Friedhof wurde inmitten von Weingärten am Hang des Bisamberges angelegt

Stammersdorfer Ortsfriedhof
Am oberen Kirchberg 6
1210 Wien

Tel.: +43 (0) 1 292 12 33
Fax: +43 (0) 1 292 12 33

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Durch die Zunahme der Einwohnerinnen und Einwohner in den Gemeinden Stammersdorf und Strebersdorf nahm auch die Zahl der Sterbefälle bedeutend zu. Die Anlage eines neuen Friedhofes wurde erforderlich. Auf Kosten der beiden Gemeinden wurde ein "außerhalb der alten Kirchhofsmauer" gelegener Weingarten angekauft und dieser zu einem Friedhof umgestaltet. Die feierliche Einweihung des neuen Friedhofes, für dessen Herstellung und Erhaltung die beiden Gemeinden aufkommen mussten, wurde vom Abt des Schottenstiftes, Sigismund Schultes, am 1. Dezember 1833 vorgenommen.

Erste Erweiterung

1847 wurde der um die Kirche angelegte Friedhof "nach Tunlichkeit geebnet und mit einigen Bäumen besetzt". 1878 war es erforderlich, den neuen Friedhof durch den Ankauf eines angrenzenden, entsprechend großen Grundstückes zu erweitern. Die Weihe des Erweiterungsteiles erfolgte am 6. Oktober 1878. 1913 musste der Friedhof erweitert werden, "da die vorhandenen freien Plätze nur für wenige Gräber mehr Raum boten". Am 14. Mai 1914 ersuchte der Pfarrer von Stammersdorf das fürsterzbischöfliche Ordinariat, den "vollständig geschlossenen und mit einem Kreuz geschmückten" Erweiterungsteil, der nunmehr seiner Bestimmung übergeben werden sollte, weihen zu dürfen. Die Gemeinde hatte sich verpflichtet, im Friedhof einen eigenen Platz für die Beerdigung von Akatholiken auszuscheiden". Das Pfarramt musste überprüfen, ob im alten Friedhof eine noch weiter belegbare Fläche für solche Beerdigungen vorhanden war und ob auch im neuen Friedhofsteil eine geeignete Fläche in der Nähe des Einganges vorgesehen wurde, in der nicht nur "Andersgläubige sondern auch Selbstmörder, Duellanten, ungetaufte Kinder et cetera bestattet werden konnten. Am 11. Juni 1914 teilte das Pfarramt mit, dass im "alten Friedhof gleich links vom Eingang Raum auf viele Jahre hinaus zur Bestattung von Akatholiken, Duellanten, Selbstmördern und ungetauften Kindern vorhanden ist". Im neuen Friedhof sollte bei einer späteren Erweiterung im Bedarfsfall "ein eigener Raum für solche, welche eines kirchlichen Begräbnisses nicht teilhaftig werden" bereitgestellt werden. Am 13. Juni 1914 wurde vom fürsterzbischöflichen Ordinariat die Genehmigung zur Weihe des Erweiterungsteiles erteilt. Am 28. Juni 1914 wurde der neue Friedhof im Beisein der Gemeindevertretung und des Pfarrvolkes geweiht. Die neue Friedhofserweiterung war an die Verpflichtung gebunden, "keine Akatholiken und Selbstmörder im neuen Friedhof beerdigen zu lassen." Die Genehmigung zur Einweihung des neuen Friedhofsteiles erfolgte am 6. Juni 1920.

Instandsetzungen

Von 1945 bis 1951 wurden Gebäude- und Wegschäden behoben und schadhafte Einfriedungen ausgebessert. Im August 1958 wurde die Aufbahrungshalle instand gesetzt. Der Aufbahrungsraum wurde mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet. 1971 wurde der Aufbahrungsraum renoviert.

Sperrfriedhof

1952 wurde die Vergabe neuer und heimgefallener Gräber nicht mehr gestattet. 1953 sah ein Beschluss des Gemeinderates vor, dass der Stammersdorfer Ortsfriedhof sowie neun weitere Friedhöfe 1975 gesperrt werden sollten. 1957 wurde die Vergabe heimgefallener Gräber mit der Einschränkung genehmigt, dass das Benützungsrecht in allen Fällen am 31. Dezember 1975 erlöschen würde. 1965 beschloss der Gemeinderat, dass in den Sperrfriedhöfen, deren Zahl durch die Einbeziehung von sechs weiteren Friedhöfen auf 16 erhöht worden war, keine neuen oder heimgefallenen Gräber mehr vergeben werden dürften. Die Friedhöfe sollten nach dem 31. Dezember 1975 für Beilegungen gesperrt werden. Im Mai 1975 wurde auf Grund eines Beschlusses des Gemeinderates die Sperrfrist für die Friedhöfe um zehn Jahre verlängert. Beilegungen in bestehenden Gräbern wurden bis 31. Dezember 1985 gestattet.Bei einer Volksbefragung 1980, bei der auch über andere Themen zu entscheiden war, stimmten die Wiener Bürgerinnen und Bürger für die Aufhebung der Sperre und die Beibehaltung der Friedhöfe. Am 26. September 1980 hob der Gemeinderat den Sperrbeschluss auf. Der weitere Bestand dieser Friedhöfe war gesichert.

Detailplan

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PDF (177 kB)  |  22.07.2014

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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PDF (16 kB)  |  19.02.2016

Übersichtsplan

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PDF (17 kB)  |  26.04.2016