Sievering





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeister Andreas Zahorak verwaltet.

Fläche: 37.152 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 5.299

Friedhof Sievering
Nottebohmstraße 51
1190 Wien

Tel.: +43 (0) 1 440 13 97
Fax: +43 (0) 1 440 13 974

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

1348 wurde die Pfarre Sievering urkundlich genannt. Die Erhebung zur Pfarre erfolgte zu einem früheren Zeitpunkt, da bereits 1344 der "Weltpriester Jakob Medlaer als Pfarrer in Sievering nachgewiesen ist". Die Kapelle, die ursprünglich dem heiligen Andreas geweiht worden war, dürfte Mitte des 17. Jahrhunderts dem heiligen Severin gewidmet worden sein. Wann der Wechsel der Schutzherrschaft erfolgte, konnte noch nicht sicher geklärt werden. Der um die Kirche gelegene, mit einer Mauer umfangene Friedhof wurde unter Kaiser Joseph II. aufgelassen. Vor dessen Errichtung mussten die Sieveringerinnen und Sieveringer ihre Verstorbenen in Heiligenstadt begraben. An der Karthäuserstraße wurde ein neuer Friedhof angelegt. Dieser Friedhof, der 1871 und durch ein Darlehen des Barons Sothen 1875 neuerlich erweitert worden war, war 1878 auf dem "Unter-Sieveringer Anteil nahezu voll besetzt".

Errichtung eines neuen Friedhofes

Obersievering weigerte sich, einen Kostenbeitrag zu leisten. Deshalb beschloss die Gemeinde Untersievering am 21. Mai 1881 an Stelle einer Friedhofserweiterung auf der Kuppe des Hügels in der Ried Hackenberg einen neuen Friedhof anzulegen. Der Friedhof, auf dem neben einer Totengräberwohnung auch eine Leichenkammer samt Seziersaal errichtet worden war, wurde im August 1883 eingeweiht. Er sollte der "Beerdigung von Verstorbenen ohne Unterschied der Konfession" dienen. Im Dezember 1884 wurde die gemeinschaftliche Benützung des neuen Friedhofes zwischen den Gemeinden Obersievering und Untersievering vertraglich vereinbart. Mit 31. Dezember 1884 wurde "der alte Friedhof von Obersievering geschlossen". Als Gegenleistung trat die Gemeinde Obersievering "das Eigentum des ihr gehörenden Teiles des alten Friedhofes an die Gemeinde Untersievering ab".

Erweiterungen

1894 musste der Friedhof, nunmehr schon mit Genehmigung des Wiener Gemeinderates, um 3.280 Quadratmeter erweitert werden. 1908 wurde die Errichtung einer "Wartehalle aus Glaswänden und mit einer Glasüberdeckung vor der Wohnung des Totengräbers und der Leichenkammer" genehmigt. 1911 wurde das Hochquellenwasser eingeleitet. 1915 wurde die Leichenkammer durch einen Zubau adaptiert. 1920 wurde der Friedhof teilweise erweitert. Im November 1924 wurde der Neubau einer Aufbahrungshalle zum "Betrage von 100 Millionen Kronen" genehmigt. Die Bewilligung zur Benützung der neu erbauten "Leichenhalle" wurde am 14. März 1925 erteilt. 1930 wurde der Friedhof erweitert und damit der Plan, den Friedhof "wegen der fortschreitenden Verbauung des benachbarten Gebietes nach der Erschöpfung des Vorrates an neuen Grabstellen aufzulassen", nicht in die Tat umgesetzt. 1931 wurden im Erweiterungsteil neue Grabplätze angelegt. Der Friedhof wurde in den Jahren um 1940 neuerlich erweitert.

Instandsetzungen und Umgestaltungen

1945 bis 1949 wurden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Ein Zubau zur Aufbahrungshalle wurde errichtet und die Leichenkammern umgebaut. 1950 wurde im Aufbahrungsraum ein Altar errichtet. Der Friedhof wurde erweitert und der Erweiterungsteil eingefriedet. Neuerliche Friedhofserweiterungen erfolgten 1954 und 1960. 1959 wurde vereinbart, dass Beerdigungen nur an den Tagen Montag, Mittwoch und Freitag erfolgen sollten. 1961 wurde im Aufbahrungsraum ein Stirnwandaltar errichtet. Die Kriegsgräberanlage wurde umgestaltet. Ein Jahr später wurde durch Sanierungsarbeiten in alten Gräberfeldern und durch Aufschließungsarbeiten in der Erweiterungsfläche Vorsorge für die Vergabe heimgefallener und neuer Grabstellen getroffen. 1964/1965 mussten die Einfriedungen in der Nottebohmstraße und der Hackenberggasse entsprechend den Fluchtlinien korrigiert werden. 1967 erfolgte eine Erweiterung des Friedhofes. 1971 wurde in der Beisetzkammer eine Kühlanlage installiert. Durch einen Zubau zur Aufbahrungshalle wurde ein Abstellraum geschaffen und im Aufbahrungsraum ein Urnenschrein aufgestellt. 1975 wurde der Bahrwagen eingeführt. 1976 wurde mit der Vergabe neuer Urnengräber begonnen.

Umgestaltung des Aufbahrungsraumes

Von März bis September 1980 wurde der Aufbahrungsraum nach den Plänen von Architekt Prof. DI Erich Boltenstern nach den 1964 erstmals für Jedlesee festgelegten Grundsätzen umgestaltet. Das Altarkreuz, das Bleiglasfenster und die Verglasung des Portals sowie die Mosaikarbeiten an der Stirnwand des Raumes wurden nach den Entwürfen des akademischen Malers Prof. Hermann Bauch ausgeführt. Der Aufbahrungsraum konnte am 1. Oktober 1980 wieder der Benützung übergeben werden.

Detailplan

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PDF (547 kB)  |  22.07.2014

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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PDF (22 kB)  |  19.02.2016

Übersichtsplan

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PDF (39 kB)  |  26.04.2016