Siebenhirten





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von der Gärtnerei Diner verwaltet.

Fläche: 8.511 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 996

Besonderheit: alter Pfarrfriedhof

Friedhof Siebenhirten
Pollakgasse 3
1230 Wien

Tel.: +43 (0)1 615 49 19
Fax: +43 (0)1 615 49 19

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Eine Kapelle in Siebenhirten wird bereits 1447 erwähnt. Die 1683 zerstörte Kapelle wurde um 1700 auf Kosten des Müllermeisters Friedrich Kieninger (gestorben 1721) durch einen dem heiligen Martin geweihten Kirchenneubau ersetzt. Dieser wurde am 23. August 1944 durch einen Bombentreffer vollkommen zerstört. Anlässlich des Neubaues der Kirche in den Jahren 1954 und 1955 wurde von dem alten, an den heute noch bestehenden Friedhof anschließenden Standort abgegangen. Das Gotteshaus wurde in das moderne Ortszentrum verlegt. Das nach Atzgersdorf eingepfarrte Siebenhirten zählte 1782 nur 245 Einwohnerinnen und Einwohner. 1783 wurde - unter anderem wegen der Schwierigkeiten, im Winter die Pfarrkirche in Atzgersdorf zu erreichen - eine Lokalkaplanei errichtet. Siebenhirten wurde von Atzgersdorf ausgepfarrt. Da sich die Gemeinde weigerte, ihren Beitrag zum Unterhalt des Lokalkaplans zu leisten, wurde Siebenhirten nach Aufhebung der Lokalkaplanei 1795 wieder nach Atzgersdorf eingepfarrt. 1912 war die Einwohnerzahl auf über 4.000 gestiegen. Siebenhirten wurde wieder zur Pfarre erhoben.  

Errichtung und Erweiterung

Der nach der Erhebung zur Lokalkaplanei bei der alten Martinskirche errichtete Friedhof befindet sich heute noch am alten Platz in der Pollakgasse am Petersbach. Bereits im April 1847 wurde der Friedhof vergrößert, "indem Josef Kraupp, Kaufmann und Ortsrichter, von Rosalia Lemböck eine Wiese von 16 Klafter Länge und 1 Klafter Breite" erwarb. Dieses Grundstück schenkte er der Gemeinde zur Erweiterung des Friedhofes. 1875 wurde der Friedhof neuerlich durch Ankauf eines Grundes vergrößert. Die Zunahme der Bevölkerung bedingte auch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, dass der Friedhof erweitert werden musste. "Da der Vorrat an eigenen Gräbern im Siebenhirtener Friedhof in Bälde erschöpft sein wird und auch eine Erweiterung dieses Friedhofes aus technischen Gründen nicht möglich ist", sah ein Erlass der Friedhofsverwaltung vom 10. Jänner 1940 vor, dass "nach Erschöpfung der vorhandenen Belegfläche" für die Verstorbenen aus dem Sprengel dieses Friedhofes nur in den benachbarten Friedhöfen Liesing oder Erlaa neue Gräber erworben werden könnten. Als anlässlich des Fliegerangriffes am 23. August 1944 auch der Friedhof zerstört wurde, wurde "der ehemaligen Gemeinde Siebenhirten der Friedhof Vösendorf als Hauptfriedhof zugewiesen".

Instandsetzungen und Neuerungen

1945 bis 1947 wurde anlässlich der Instandsetzung eine Vergrößerung der Aufbahrungshalle vorgenommen. Das Hallentor wurde erneuert. Durch die 1952 vorgenommene Friedhofserweiterung, für die in den beiden folgenden Jahren die Einfriedung hergestellt wurde, konnten ab 1953 wieder neue Gräber vergeben werden. Die Aufbahrungshalle musste 1963 wegen schwerer Baugebrechen gesperrt werden. Ab 11. März 1963 wurden Aufbahrungen und Trauerfeiern in der Pfarrkirche von Siebenhirten vorgenommen. Die Aufbahrungshalle stand am 24. Februar 1964 wieder zur Verfügung.

Sperrfriedhof

1965 beschloss der Gemeinderat, dass auch der Friedhof Siebenhirten sowie fünf weitere Friedhöfe mit Ende des Jahres 1975 für Beilegungen gesperrt und 1985 aufgelassen werden sollten. Im Mai 1975 wurde die Sperrfrist für die 16 Sperrfriedhöfe um zehn Jahre verlängert. Beilegungen in bestehenden Gräbern waren bis 31. Dezember 1985 gestattet. Bei einer Volksbefragung 1980 stimmten die Wiener Bürgerinnen und Bürger für die Aufhebung der Sperre und die Beibehaltung der Friedhöfe. Am 26. September 1980 hob der Gemeinderat den Sperrbeschluss auf. Der weitere Bestand des Friedhofes Siebenhirten war gesichert.

Aufbahrungsraum

Nach den Plänen der Friedhofsverwaltung und der Städtischen Bestattung Wien wurde 1992 und 1993 durch bauliche Veränderungen an der Aufbahrungshalle ein entsprechend ausgestatteter Aufbahrungsraum geschaffen.

Detailplan

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PDF (513 kB)  |  26.04.2016

Übersichtsplan

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