Rodaun





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von der Gärtnerei Diner verwaltet.

Fläche: 12.029 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 1.453

Besonderheit: sowjetische Kriegsgräber

Friedhof Rodaun
Leinmüllergasse 1
1230 Wien

Tel.: +43 (0)1 615 49 19
Fax: +43 (0)1 615 49 19

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Rodaun dürfte ursprünglich zur Pfarre Alland gehört haben. Um 1200 war es dem neuen Pfarrgebiet von Gaaden einverleibt worden. Im 14. Jahrhundert wurde es unter Herzog Albrecht II. nach Perchtoldsdorf eingepfarrt. 1783 wurde Rodaun zur Lokalkaplanei erhoben und von Perchtoldsdorf ausgepfarrt. Derzeit ist die Bergkirche zum heiligen Johannes dem Täufer nur mehr Filialkirche. Sitz der Pfarre Rodaun ist die 1954 erbaute Kirche "Maria Himmelfahrt". Zwei Tage nach der am 2. November 1783 erfolgten Einführung des Lokalkaplans Johann Baptist Heibel wurde der hinter dem Gemeindehaus (heute Ketzergasse 382) gelegene Friedhof der neuen Lokalkaplanei eingeweiht. Ob bei der Errichtung der Bergkirche, die 1745 eingeweiht worden war, ein Friedhof angelegt wurde, ist ungewiss. In Rodaun soll es "einige Grabstätten neben der Kirche" gegeben haben. 1783 wurde im Ortsgebiet ein Friedhof errichtet. Das in der alten, die Wohnhausanlage Ketzergasse 376-382 abschließenden Mauer befindliche Tor soll der Friedhofseingang gewesen sein. Der Friedhof musste 1799 an den östlichen Ortsrand gegen Liesing (zwischen Leinmüllergasse und Ketzergasse) verlegt werden.

Erweiterung und Neuerungen

Dieser heute noch bestehende, ursprünglich nur für die Verstorbenen einer kleinen Dorfgemeinde bestimmte Friedhof im Ausmaß von 1.996 Quadratmetern wurde 1878 durch den Ankauf eines "an den Friedhof anstoßenden Ackers"um 3.144 Quadratmeter erweitert. "Seine Durchlaucht Fürst Johann von und zu Liechtenstein" hatte ihn der Gemeinde um eine Krone per Quadratklafter überlassen. Nach Frau Dr. Suete-Willer wurde der Friedhof bereits 1866 erweitert und mit einer Mauer eingefriedet. Ob der Friedhof zwölf Jahre später, wie bei Primo Calvi angegeben, neuerlich erweitert wurde oder für die vorliegenden Daten von den Autoren unterschiedliche Quellen herangezogen wurden, konnte den im Archiv des Wiener Bestattungsmuseums aufliegenden Unterlagen nicht entnommen werden. 1941 wurde in der ehemaligen Totenkammer des Friedhofes eine "ständige Aufbahrung" eingerichtet. Die Herstellung eines elektrischen Anschlusses zur Aufbahrungsbeleuchtung wurde "wegen der aus kriegswirtschaftlichen Gründen unbedingt gebotenen Sparsamkeit mit Stearinkerzen" in Auftrag gegeben. 1944 wurde der Friedhof erweitert. 1948/1949 wurde das Dach der Aufbahrungshalle instand gesetzt und 326 Meter Einfriedungsgitter aufgestellt. 1961 wurde durch Sanierungsarbeiten in alten Grabfeldern die Vergabe von heimgefallenen Gräbern ermöglicht. 1963 wurde der Friedhof neuerlich erweitert. Zufahrten zu den neu einbezogenen Grabflächen wurden geschaffen. In den Jahren 1962 bis 1964 wurde das alte Betriebsgebäude abgebrochen sowie eine neue Aufbahrungshalle nach den Plänen der Magistratsabteilung Städtische Friedhöfe (MA 43) errichtet. Bei der Gestaltung des Aufbahrungsraumes wurde auf die 1964 festgelegten Grundsätze Bedacht genommen. Ab 27. Juli 1964 stand die Aufbahrungshalle wieder für die Abhaltung von Trauerfeiern zur Verfügung. 1969 wurde in der Aufbahrungshalle ein Warteraum eingerichtet, der von den Hinterbliebenen vor einer Trauerfeier genützt werden kann. 1977 wurde im Aufbahrungsraum ein Urnenschrein aufgestellt, um die Aufbahrung von Urnen vornehmen zu können. Mit der Neubelegung des ältesten Teiles des Friedhofes, der 1955 abgeräumt worden war, wurde ab dem Jahre 1975 begonnen.

Detailplan

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PDF (278 kB)  |  22.07.2014

Übersichtsplan

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PDF (19 kB)  |  26.04.2016