Oberlaa





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeister Karl Rzihauschek verwaltet.

Fläche: 33.737 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 4.679

Friedhof Oberlaa
Friedhofstraße 33
1100 Wien

Tel.: +43 (0)1 688 23 49
Fax: +43 (0)1 688 23 49

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

1267 wird im Stiftsbrief des Pfarrers Gerhard von Wien neben anderen der Wiener Pfarre zugeteilten Filialkirchen eine Kirche zu Laa genannt. Als Vikariat hatte diese einen mit allen pfarrlichen Rechten ausgestatteten Priester und daher auch einen eigenen Friedhof. Der Ort, der in den beiden Türkenkriegen zerstört worden war und 1809 unter den "Greuel der Franzosen" besonders zu leiden hatte, blieb auch von der Pest in den Jahren 1633, 1679 und 1713 nicht verschont. 1633 sollen 300 Einwohnerinnen und Einwohner der Pest zum Opfer gefallen sein. Die Cholera forderte 1832 52 Todesopfer, an der Brechruhr starben 1836 118 Menschen in Oberlaa. Bis zur Regulierung des Liesingbaches 1954 hatte Oberlaa unter den Folgen von großen Überschwemmungen zu leiden.

Anlagen, Auflassungen und Erweiterungen

Der um die Kirche angelegte Friedhof erstreckte sich "zwei Klafter weit in die alda breite Dorfstraße" und war "von da bis zum Schulhauseck mit einer Mauer eingeschlossen". Dieses um den vorderen Teil der Kirche gelegene Areal musste 1787 - auf Grund der von Kaiser Joseph II. 1784 angeordneten Schließung der innerhalb der Ortschaften gelegenen Friedhöfe - aufgelassen werden. Eine Erweiterung "zur heutigen Friedhofsstraße hin" wurde vorgenommen. 1819 liegt der Leichenhof "rückwärts der Kirche um diese herum in das freye Feld hinaus und hat hinreichenden Raum die jährlich Verstorbenen aufzunehmen". 1832 wurde der "um den hinteren Teil der Kirche gelegene Friedhof aufgelassen" und mit "kreisämtlicher Bewilligung vom 24. September 1831" der "neue Friedhof hinter dem alten" errichtet. Der Erweiterungsteil wurde "vom Herrn Dechant Johann Rohrbeck den 7. September 1833 benediciert". Nach der "Topographie von Niederösterreich" erfolgte 1851 eine neuerliche Friedhofserweiterung. Dazu waren 1833 die erforderlichen Gründe angekauft worden.

Am 22. Dezember 1869 berichtete Gemeinderat Dr. Mitlacher im Namen der Friedhofskommission des Wiener Gemeinderates, dass neben anderen auch die Gemeinden Ober- und Unterlaa auf Grund der öffentlichen Kundmachung der Kommune Wien Grundstücke zur Anlage des Zentralfriedhofes offeriert hätten. Obwohl ein geologisches Gutachten das Gebiet der beiden Gemeinden für die "Anlage eines Zentralfriedhofes" geeignet befand, sprach sich die Friedhofskommission gegen den Ankauf des angeboten Terrains aus. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass zwischen dem Grundkomplex von Ober- und Unterlaa und der Residenz keine andere Verbindung als die "zufolge des sehr starken Verkehrs von Ziegelwägen für andere Fuhrwerke oft gehemmte Himbergerstraße" führt und daher ein "Leichenzug, besonders wenn der Weg durch schlechte Witterung verdorben ist, zwei bis drei Stunden brauchen würde, um von der Stadt bis dorthin zu kommen". Die Anlage einer ausschließlich zum Friedhofsverkehr bestimmten Fahrstraße oder einer bei Kledering oder Lanzendorf abzweigenden Flügelbahn der Staatsbahn würde "einen ungeheueren Kostenaufwand erheischen", sodass eine solche Lösung der Verkehrsanbindung des Friedhofes an die Stadt nicht in Erwägung gezogen werden konnte. Außerdem ergaben "abermalige Erhebungen", dass zwar der Liesingbach das genannte Terrain "weder gefährdet noch beeinträchtigt", dass aber ein in einer Mulde befindliches Areal im Ausmaß von 58 Joch und 630 Quadratklaftern "zur Verwendung für Gräber nicht benützbar ist".

1885 wurde der Gemeinde auf Grund ihres Ansuchens von der Bezirkshauptmannschaft "für eine gewisse Fläche für einen neuen Anex zum alten Friedhof die Erlaubnis ertheilt", und 1889 - "der Ortsfriedhof erwies sich abermals als zu klein" - wurde der Friedhof durch Ankauf der anstoßenden Ackerparzelle "um die Hälfte erweitert". 1889 dürfte auch eine neue Totenkammer mit Sezierkammer errichtet worden sein. Entsprechend der Pfarrzugehörigkeit war der Oberlaaer Ortsfriedhof der für die verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinden Oberlaa, Unterlaa und Rothneusiedl zuständige Beerdigungsfriedhof. 1938 war der Friedhof Oberlaa einer jener 68 in das Gemeindegebiet von Wien einbezogenen "Stadtfriedhöfe". Der Betrieb des Friedhofes war einem Kontrahenten (Totengräber) übertragen, die von der "früheren Gemeindeverwaltung" erlassene Gräberverordnung wurde 1939 aufgehoben und durch die "im alten Stadtgebiet" bestehende Begräbnis- und Gräberordnung ersetzt.

Neuerungen

1940 wurde die Toten- und Sezierkammer des Friedhofes umgestaltet und ein Aufbahrungsraum, eine Beisetzkammer und ein Werkzeugraum geschaffen. Das nunmehr als Leichenhalle bezeichnete Gebäude wurde 1950/1951 renoviert. Zudem wurden zwei Friedhofstore hergestellt und 90 Meter Wasserleitungsrohr gelegt. 1956 wurden im Zuge der Vergrößerung der Aufbahrungshalle Umkleideräume für Priester und Träger geschaffen, eine entsprechend große Beisetzkammer gebaut und ein Einsegnungsaltar aufgestellt. Da die Halle, die ab 12. August benützt werden konnte, über einen geeigneten Aufbahrungsraum und einen geweihten Altar verfügte, entfiel ab diesem Zeitpunkt die "Übertragung der Verstorbenen zur Einsegnung in die Pfarrkirche". Während des Hallenumbaues wurden die Aufbahrungen im Mausoleum der Familie Zwickelsdorfer abgehalten. 1959 wurde festgelegt, dass Beerdigungen jeweils am Dienstag und Donnerstag stattfinden sollen. 1961 ermöglichten Sanierungsarbeiten in alten Gräberfeldern die Rückgewinnung und Neuvergabe heimgefallener und verwahrloster Grabstellen. 1962 wurde der Friedhof "durch Einfriedung einer benachbarten Grundfläche und teilweise Abtragung der alten Einfriedungsmauer um 12.437 Quadratmeter erweitert". 1969 wurden im Friedhof neue Verkehrswege angelegt. 1978 wurde eine Arbeiterunterkunft neu gebaut und 1979 wurden neue Gräbergruppen angelegt. 1988 wurde der anlässlich des Neubaues der Halle errichtete Priesterraum an die Friedhofsverwaltung abgetreten und der ebenfalls 1966/1967 geschaffene Warteraum nach einer entsprechenden Umgestaltung als Priesterraum in Verwendung genommen.

Aufbahrungsraum

1965 wurde der Aufbahrungsraum in geringem Umfang renoviert und ein Stirnwandaltar aufgestellt. Für die Dauer der Renovierung stand neuerlich das Mausoleum der Familie Zwickelsdorfer zur Aufbahrung Verstorbener zur Verfügung. Im August 1966 wurde - nachdem die bestehende Aufbahrungshalle "zur Gänze abgetragen und eine provisorische Halle errichtet" worden waren - nach den Plänen von Architekt Baurat Josef Strelec mit dem Neubau des Aufbahrungsgebäudes begonnen. Die Gestaltung des Aufbahrungsraumes erfolgte nach den Plänen von Architekt Prof. DI Erich Boltenstern entsprechend den 1964 von der Städtischen Bestattung für die Neugestaltung der Aufbahrungsräume festgelegten Grundsätzen. Das dreiteilige Bleiglasfenster, das Altarmosaik und das Altarkreuz wurden vom akademischen Maler Prof. Hermann Bauch entworfen und ausgeführt. Die neue Aufbahrungshalle wurde am 11. Dezember 1967 in Benützung genommen. 1989 wurde der Aufbahrungsraum renoviert und das Eingangstor der Aufbahrungshalle erneuert. 1993/94 wurde das Friedhofsgelände um Familiengräber erweitert 2007/08 wurde das Friedhofsgelände erneut erweitert, diesmal wurden zusätzliche Familiengräber sowie Platz für Urnengräber geschaffen.

Detailplan

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PDF (458 kB)  |  22.07.2014

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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PDF (15 kB)  |  19.02.2016

Übersichtsplan

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PDF (24 kB)  |  26.04.2016