Meidling





Der Friedhof wird von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet.

Fläche: 129.811 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 18.095

Besonderheit: Denkmal für die Opfer des 12. Februar 1934

Friedhof Meidling
Haidackergasse 6
1120 Wien

Telefon: +43 (0)1 534 69-28280
Fax: +43 (0)1 534 69-28289

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

1679 - zur Zeit der großen Pest - gelobte die Gemeinde die Errichtung einer Kapelle. Deren Bau, durch verschiedene Umstände verzögert, wurde 1732 vom Wiener Erzbischof Kardinal Sigismund Kollonitz bewilligt. 1733 war das Gotteshaus, dessen Standort im Bereich der nunmehrigen Niederhofstraße 37-41 gelegen war, errichtet und zu Ehren des heiligen Johannes Nepomuk, des Wasser- und Brückenheiligen, eingeweiht worden. Da die Kirche durch das Wachstum von Meidling bald zu klein geworden war, wurde von 1842 bis 1845 nach den Plänen von Karl Rösner ein Neubau auf dem jetzigen Standort (Migazziplatz) errichtet. Meidling, das nach Penzing eingepfarrt war, wurde zur Lokalkaplanei und durch das Regierungsdekret vom 5. August 1784 zur Pfarrei erhoben. Die Amtseinführung des ersten Lokalkaplans erfolgte am 30. November 1783, dem ersten Adventsonntag.

Erster Friedhof

Der älteste Meidlinger Friedhof, der auf dem Platz der nunmehrigen Wohnhausanlage (vormals Volksschule) Vierthalergasse 11 errichtet worden war, musste 1806 geschlossen werden, da er "wegen steter Wasseransammlung unstatthaft befunden worden war". Michael Steinhaußer, "ein Tagwerger allhier", war laut dem Meidlinger Heimatbuch 1930 der "erste Erwachsene", der am 18. Jänner 1784 auf dem Friedhof bestattet worden war. Eine an diesen Friedhof erinnernde Grabtafel, deren Text in lateinischer Sprache abgefasst war, befand sich an der Innenseite der Aufbahrungshalle des heutigen Meidlinger Friedhofes. Sie dürfte im Zuge der Kriegshandlungen 1945 in Verlust geraten sein.

Zweiter Friedhof

Für die Errichtung des neuen Meidlinger Friedhofes, stellte "Johann Putz, Nachbar in Untermeidling, aus eigenem Antrag" 1.046 Quadratklafter "von seinen Feldern in einer trockenen und sehr schönen Lage" zur Verfügung, ohne dafür eine Entschädigung zu fordern. Dieser Friedhof, der sich "zum Teil auf dem Gebiet des heutigen [1973] Beserlparkes, zum Teil auf Baugrund der Sechtergasse-Pachmüllergasse-Zeleborgasse" befand, wurde auf Kosten der Gemeinde mit einer hölzernen Planke umgeben. 1807 wurde er von "Herrn Propst Gaudenz zu Klosterneuburg" eingeweiht. 1831, beim ersten Auftreten der Cholera in Wien, musste der Friedhof vergrößert werden.

"1859, nachdem die Pfarrgemeinde sich bedeutend vergrößert hatte, zeigte sich das Bedürfnis einer abermaligen Vergrößerung". Da eine Erweiterung "des bisherigen Leichenhofes wegen der Nähe der Hausbauten nicht tunlich befunden" worden war, wurde - unter anderen Projekten -"die sogenannte Augustiner-Remise, gegenüber dem Meidlinger Bahnhofe als zum Zwecke geeignet erklärt". Auf Grund der von der Gemeinde Untermeidling mit dem k. k. Oberstjägermeisteramt 1859 begonnenen Verhandlungen wurde der Gemeinde im Tauschweg die "k. k. Remise und der daran stoßende Teil am Altmannsdorferwege" und dem "k. k. Oberstjägermeisteramte der im Gatterhölzl gelegene Grund als freies Eigentum" zugewiesen. Von der Gemeinde Untermeidling wurden drei Joch des "ihr zugewiesenen Grundes zum neuen Leichenhof dergestalt gewidmet, dass dieser rückwärts und vorwärts nach Bedarf vergrößert werden kann". Der die "beiden Mitgemeinden Gaudenzdorf und Obermeidling treffende Anteil, per Quadratklafter mit einem Gulden Österreichischer Währung veranschlagt", wurde von beiden Gemeinden entrichtet. Für die "Übertragung der Leichname aus dem alten in den neuen Friedhof wurde eine Frist von fünf Jahren eingeräumt. Der neue Friedhof wurde am 6. August 1862 von Prälat Adam Schreck eingeweiht. Auf die erste Bestattung in diesem Friedhof weist der Text auf dem Grabstein der noch bestehenden Grabstelle in der Abteilung B, Gruppe 7, Grabnummer 4, hin. "Zur Erinnerung der Eröffnung dieses Friedhofes wurde der Magdalena Prokop, Schuhmacherstochter aus Gaudenzdorf, eineinhalb Jahre alt, als erste Beilegung im August 1862 dieses Denkmahl von den drei Pfarrgemeinden gewidmet."

Erweiterungen

1881 und 1892 wurde der Friedhof gegen Westen und 1893 in östlicher Richtung erweitert. 1892 wurde außerdem "zum Schutz des diesen Friedhof besuchenden Publicums" eine Wartehalle erbaut. 1894 genehmigte der Stadtrat, dass dem Leopold Dangl auf Grund seines Ansuchens für 93 Gold- und 4 Silbermünzen, die vermutlich 1575 vergraben und am 4. September 1872 im Friedhof gefunden worden waren, "die ihm gebührende Hälfte des Wertes des Schatzes" ausbezahlt wird. 1895 genehmigte der Gemeinderat den Ankauf einer Grundparzelle im Ausmaß von 8.272 Quadratmetern. Da im Jänner 1896 einer Erweiterung des Meidlinger Friedhofes "bis zur Grenze der eventuell durchzuführenden Verlängerung der Hirschengasse" zugestimmt worden war, wurde 1896 ein dem Bürgerspitalsfonds gehörendes Grundstück im Tauschweg erworben. Die zur Erweiterung bestimmte Grundfläche im Ausmaß von 20.501 Quadratmetern wurde 1897 eingeplankt. 1898 - nach den erforderlichen Aufschließungsarbeiten - wurden 176 einfache Grüfte, 961 Einzelgräber, 1.634 Grabstellen für Erwachsene und 2.082 Grabstellen für Kinder errichtet. Darüber hinaus war bereits im August 1895 in der vom "Eingang bis zum Todtengräberhaus führenden Hauptallee" die Herstellung von Grüften genehmigt worden. Im Zusammenhang mit dem im Tauschweg vom Bürgerspitalsfonds erworbenen Grundstück war 1896 auch eine Erweiterung des Friedhofes "zwischen der projektierten Hirschen- und Stiegergasse" (Steinackergasse und Längenfeldgasse) prinzipiell genehmigt worden. Der dafür benötigte, ebenfalls dem Bürgerspitalsfonds gehörende Grund im Ausmaß von 106.000 Quadratmetern sollte erst dann tatsächlich erworben werden, wenn eine "definitive Entscheidung über die Durchführung der Straßenzüge" getroffen worden war. Um die Trennung "der Infektionsleichen von den Nichtinfektionsleichen" zu ermöglichen, genehmigte der Stadtrat am 30. November 1899 eine entsprechende Adaptierung im Totengräberhaus.

Im Oktober 1901 wurde das vorgelegte Projekt zur Einleitung des Hochquellenwassers genehmigt. 1902 genehmigte der Stadtrat auf Ansuchen der Meidlinger Bezirksvertretung "das eigene Grab Gruppe 8, Nr. 22, in welchen die beim Ringtheaterbrand Verunglückten aus der bestandenen Gemeinde Untermeidling beerdigt sind", auf die Dauer des Friedhofes zu erhalten und jährlich mit Blumen auszuschmücken. Die 1902 eingeleiteten Verhandlungen über den Ankauf von Grundstücken zur Erweiterung des Friedhofes verliefen "vorläufig resultatlos". Die 1903 "behufs Erweiterung des Meidlinger Friedhofes" mit der k. k. privaten Südbahngesellschaft geführten Verhandlungen führten zu einem Anbot der Gesellschaft, zu dessen Annahme sich die Gemeinde Wien grundsätzlich bereit erklärte. Die 1904 genehmigte Friedhofserweiterung im Ausmaß von 7.346,15 Quadratmetern (das Statistische Jahrbuch der Stadt Wien für das Jahr 1905 gibt diese Erweiterung mit 8.957 Quadratmetern an) wurde 1905 "fortgesetzt und vollendet". Ende des Jahres 1905 verfügte der Friedhof nach den Angaben des Statistischen Jahrbuches der Stadt Wien über eine Fläche von 72.978 Quadratmeter. Reserveflächen waren jedoch keine vorhanden. Ebenfalls 1905 beschloss der Stadtrat "im Hinblick auf die künftigen Straßenzüge I und VII", dass die "im bauamtlichen Plane gelb lasierten, verfallenen Gräber" zur Freilassung des für die projektierten Straßenzüge erforderlichen Raumes nicht wiederbelegt werden. 1907 wurde das Projekt einer neuerlichen Friedhofserweiterung genehmigt. Die feierliche Einweihung des erweiterten Teiles nahm Propstpfarrer Johann Menda in Gegenwart des Vizebürgermeisters Dr. Josef Porzer am 8. Juli 1908 vor. Ebenfalls 1908 wurde die Erbauung eines Administrationsgebäudes auf dem "Erweiterungsgebiet des Meidlinger Friedhofes" bewilligt.

1909 wurde die Gemeinde Wien "auf Grund des Enteignungserkenntnisses der k. k. Statthalterei vom 14. Jänner 1909" verpflichtet, einen ungefähr 13 Meter breiten Streifen längs der Gleisanlage der Südbahn von der nordwestlichen Friedhofsecke bis ungefähr zum Durchlass beim Meidlinger Bahnhof an die Südbahngesellschaft abzutreten. Der Friedhofsteil wurde aufgelassen, und die Gemeinde Wien hatte für jene Gräber, für die noch ein Benützungsrecht bestand, im alten Friedhofsteil unentgeltlich Ersatzgräber zur Verfügung zu stellen. Die "Übertragung der Leichen und die Überstellung der Grabdenkmäler sowie die Errichtung der Grabhügel" war ebenfalls auf Kosten der Gemeinde Wien durchzuführen. Die Abräumung der Gräber hatte in der Zeit von 3. November 1909 bis 7. Februar 1910 zu erfolgen. Am 12. November 1909 wurde der Beschluss aus dem Jahr 1908 über die Errichtung eines Administrationsgebäudes im neuen Friedhofsteil außer Kraft gesetzt und "von der Ausführung von Neubauten in diesem Friedhof derzeit abgesehen". Gleichzeitig wurde die Einführung des Eigenbetriebes der Gräberausschmückung und des Beerdigungsdienstes ab 1. Jänner 1910 genehmigt. 1910 wurde eine Erweiterung des Friedhofes im Ausmaß von 172 Quadratmetern und die dauernde Erhaltung des Grabes des Wiener Volksdichters Karl Lorens genehmigt. Am 6. April 1910 wurde die Adaptierung des Verwaltungsgebäudes bewilligt. Am 20. Mai 1910 beschloss der Stadtrat "das Gebiet der ehemaligen Gemeinden Altmannsdorf und Hetzendorf im XII. Bezirk auch als dem Meidlinger Friedhof zugewiesen" zu erklären. Auf Grund dieses Beschlusses konnten die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Bezirksteile auch im Meidlinger Friedhof Grabstellen um die normale Gebühr für Zugewiesene erwerben. Gleichzeitig wurde der Bezirksteil Neumargareten dem Wiener Zentralfriedhof zugewiesen. In der Gemeinderatssitzung am 13. Jänner 1911 berichtete der für das Geschäftsstück zuständige Gemeinderat, dass die Gemeinde Wien bereits 1904 zur Erweiterung des Meidlinger Friedhofes im Ausmaß von zirka 84.659,79 Quadratmetern einen Teil jener dem Bürgerspitalsfonds gehörenden Grundstücke in Anspruch genommen hat. Deren Erwerb war 1896 grundsätzlich genehmigt worden. "Diese Angelegenheit" sollte nun "grundbücherlich in Ordnung gebracht" und dem Bürgerspitalsfonds dafür "eine Entschädigung von 883.200 Kronen" geleistet werden.

Umgestaltungen und Neuerungen

1916 wurde die Umgestaltung des Verwaltungsgebäudes und 1918 die Erweiterung des Friedhofes unter Einbeziehung der vor der nördlichen Einfriedung an der Längenfeldgasse gelegenen, der Gemeinde gehörenden Grundteile und der Grundflächen an der Ostseite des Friedhofes genehmigt. Eine Änderung der südlichen Begrenzung des Friedhofes durch die Einbeziehung von Grundflächen hatte der Stadtrat bereits am 27. Dezember 1912 beschlossen. Ebenfalls 1918 wurde die "Umstellung der Friedhofsplanke in der Längenfeldgasse" genehmigt. 1919 wurde für die Einfriedung der Erweiterung an der Ostseite die Herstellung einer Einfriedung aus Drahtgeflecht genehmigt. Im Zusammenhang mit den vom Stadtrat im Jänner 1919 beschlossenen Gebühren für den Erwerb oder die Erneuerung von eigenen Gräbern oder Gruftplätzen für Zugewiesene und Nichtzugewiesene wurde der Magistrat beauftragt, einen Bericht darüber vorzulegen, "daß sämtliche Einwohner von Meidling auf dem Meidlinger Friedhof als Zugewiesene betrachtet werden". 1920 wurde die Herstellung eines Einfriedungsgitters beschlossen.

Am 1. Februar 1922 genehmigte der zuständige Gemeinderatsausschuss die "Ausgestaltung der Aufbahrungsräume am Meidlinger Friedhof unter der Bedingung, daß die Kosten der Ausgestaltung und Instandhaltung dieser Räume von der "Gemeinde Wien - städtische Leichenbestattungsunternehmung" getragen werden. Gleichzeitig wurde dem Unternehmen auch das alleinige Verfügungsrecht über die durch die Umgestaltung gewonnenen Räume zugestanden, die jedoch "nach Möglichkeit auch den privaten Leichenbestattungsunternehmungen gegen Entrichtung der in den Preisen der städtischen Leichenbestattung festgesetzten Gebühren zu überlassen" waren. 1926 wurde die Errichtung einer Urnennischenanlage genehmigt. Diese wurde am 20. Juli 1927 der allgemeinen Benützung übergeben. Neben einer "gemauerten Anlage mit einem Fassungsraum für 99 Nischen zur oberirdischen Bestattung der Aschenurnen" umfasste diese "Urnenbeisetzstätte" auch "einen Urnenhain für Erdgräber". Da 1927 eigene Gräber nur mehr bis Mitte September 1927 zur Verfügung standen, wurden zwischen 1929 und 1931 "für eigene Gräber neue Grabplätze angelegt".

1930 wurde die "Schaffung eines Arbeiterunterkunftsobjektes" und 1932 die "Errichtung eines gemauerten Zubaues an Stelle des Holzverbaues bei der Aufbahrungshalle" genehmigt. 1938 wurde, "um Unzulänglichkeiten, die trotz der mehrmaligen baulichen Umgestaltung noch immer bestehen, zu beseitigen", die Schaffung von vier entsprechend tiefen Aufbahrungsnischen und einer Einsegnungshalle mit Altarnische geplant. Anfang 1939 wurde mit dem Umbau begonnen. Außerdem gelangten ab Mai 1938 wieder Grabplätze im Urnenhain des Friedhofes zur Vergabe.

Instandsetzung nach dem Zweiten Weltkrieg

1945 wurden "auf dem Meidlinger Friedhof nicht weniger als 80 Bombentrichter gezählt". Am 6. November 1944 wurde bei einem Fliegerangriff der Friedhof in einem solchen Ausmaß zerstört, dass "Beerdigungen als auch Beilegungen in etwa noch bestehenden Gräbern bis auf weiteres eingestellt" werden mussten. Erst am 4. Dezember 1944 konnten die Beerdigungen, "soweit sich die Grabstellen im belegungsfähigen Zustand befinden", wieder aufgenommen werden. Die "Leichenkammer und der Aufbahrungsraum konnten jedoch nur als Sammelleichenräume" verwendet werden. Wie einem Schreiben der Arbeitsgemeinschaft der Wiener Bestatter an ihre Mitglieder vom 7. März 1945 zu entnehmen ist, war der östlich der Eibesbrunnergasse gelegene neue Teil des Friedhofes zu diesem Zeitpunkt noch "total gesperrt". Zwischen 1945 und 1952 wurden das Verwaltungsgebäude, die Leichenkammer, die Kanzlei und die Aufbahrungshalle instand gesetzt. Anlässlich dieser Arbeiten an der Aufbahrungshalle wurden zwei Zubauten für Aufbahrungsnischen errichtet. Ferner wurden 482 Meter der Einfriedungsmauer neu aufgestellt. Sechs Einfriedungstore wurden eingebaut, 100 Meter Wasserleitungsrohre neu gelegt, 920 Quadratmeter Straßen hergestellt und 280 Meter Holzeinfriedung repariert. Ein von der Städtischen Bestattung 1950 in der Aufbahrungshalle aufgestellter Altar wurde im Juni desselben Jahres geweiht.

Sperrfriedhof

1952 wurde die Vergabe neuer und heimgefallener Gräber nicht mehr gestattet. 1953 sah ein Beschluss des Gemeinderates vor, dass der Meidlinger Friedhof sowie neun weitere Friedhöfe 1975 gesperrt werden sollten. 1957 wurde die Vergabe heimgefallener Gräber mit der Einschränkung genehmigt, dass das Benützungsrecht in allen Fällen am 31. Dezember 1975 erlöschen würde. 1954, nach Auflassen des "Eigenbetriebes", wurde die Verwaltung des Friedhofes einem "Friedhofskontrahenten" übertragen. 1965 beschloss der Gemeinderat, dass in den so genannten Sperrfriedhöfen keine neuen oder heimgefallenen Gräber mehr vergeben werden dürften. Diese Friedhöfe sollten nach dem 31. Dezember 1975 für Beilegungen gesperrt sein.

1966 wurde unter Verzicht auf die Aufbahrungsnischen ein Aufbahrungsraum geschaffen und ein Stirnwandaltar aufgestellt. 1965 beschloss der Gemeinderat, dass in den Sperrfriedhöfen, deren Zahl durch die Einbeziehung von sechs weiteren Friedhöfen auf 16 erhöht worden war, keine neuen oder heimgefallenen Gräber mehr vergeben werden dürften. Die Friedhöfe sollten nach dem 31. Dezember 1975 für Beilegungen gesperrt werden. Im Mai 1975 wurde auf Grund eines Beschlusses des Gemeinderates die Sperrfrist für die Friedhöfe um zehn Jahre verlängert. Beilegungen in bestehenden Gräbern wurden bis 31. Dezember 1985 gestattet.Bei einer Volksbefragung 1980, bei der auch über andere Themen zu entscheiden war, stimmten die Wiener Bürgerinnen und Bürger für die Aufhebung der Sperre und die Beibehaltung der Friedhöfe. Am 26. September 1980 hob der Gemeinderat den Sperrbeschluss auf. Der weitere Bestand dieser Friedhöfe war gesichert. 1982 und 1983 wurde in den 16 ehemaligen Sperrfriedhöfen, somit auch im Friedhof Meidling, ein Verfahren zur Einziehung heimgefallener Gräber durchgeführt. Nach dessen Abschluss wurde in allen diesen Friedhöfen die Vergabe von Grabstellen wieder möglich wurde.

Umgestaltung der Aufbahrungshalle

Am 27. Oktober 1982 wurde die Aufbahrungshalle wegen Umbauarbeiten gesperrt. Für die Abhaltung von Trauerfeiern wurde eine provisorische Aufbahrungshalle zur Verfügung gestellt. Der Umbau der Halle erfolgte nach den Plänen der Magistratsabteilung Städtische Friedhöfe (MA 43). Die nach den Plänen von Architekt Prof. DI Erich Boltenstern erfolgte Innenausgestaltung beinhaltete auch die Schaffung eines entsprechend großen Aufbahrungsraumes. Das künstlerisch gestaltete Altarkreuz, eine Emailmalerei auf Kupfer, wurde vom akademischen Maler Prof. Hans Robert Pippal entworfen und ausgeführt. Die künstlerische Gestaltung und Ausführung der Beton-Dickglas-Fenster sowie die Verglasung des Halleneingangstores mit mundgeblasenem Antikglas oblag dem akademischen Maler Prof. Hermann Bauch. Eine aus Naturstein gestaltete Urnennische bietet die Möglichkeit zur Abhaltung von Urnenaufbahrungen. Außerdem wurde anlässlich des Umbaues auch ein gekühlter Beisetzraum geschaffen. Die Aufbahrungshalle wurde am 9. April 1984 im Rahmen einer feierlichen Segnung des Aufbahrungsraumes von Stadtrat Johann Hatzl wieder ihrer Bestimmung übergeben.

Detailplan alter Teil

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Detailplan neuer Teil

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Detailplan Urnenhain

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Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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Übersichtsplan alter Teil

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Übersichtsplan neuer Teil

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