Mauer





Der Friedhof wird von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet.

Fläche: 49.378 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 5.914

Besonderheiten: sehenswerte Mausoleen, Kriegsgrab für die Opfer des ersten Weltkrieges

Friedhof Mauer
Friedensstraße 6-16
1230 Wien

Tel.: +43 (0)1 534 69 - 28280
Fax: +43 (0)1 534 69 - 28289

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

1532 versuchte der Wiener Bischof Mauer, das nach Atzgersdorf eingepfarrt war, zu einer eigenen Pfarre zu erheben. Dieser Versuch scheiterte am Widerstand des Atzgersdorfer Pfarrers. Mauer blieb bis zu seiner Pfarrerhebung am 11. November 1783 zur Pfarre Atzgersdorf zugehörig. Um die "Gmain Khirchen" zum heiligen Erhard, die um 1450 vom Grundherrengeschlecht der Eckartsauer begründet worden war, bestand schon seit 1686 ein eigener Friedhof. Dieser fungierte ursprünglich als "Filialfriedhof der Pfarre Atzgersdorf" und ab der Pfarrerhebung als Pfarrfriedhof.

Neuanlage des Friedhofes

Auf Grund des Hofdekretes von 23. August und 13. September 1784 wurde 1785 (an der südlichen Ecke der Asenbauer-Gasse/Speisinger Straße) ein neuer Friedhof angelegt. Der um die Kirche angelegte Friedhof wurde "im Jahre 1786 kassiert". Der neue Friedhof wurde am 8. Mai 1786 vom Pfarrer Georg Max Wechinger geweiht. "Maria Anna Mayrin, gestorben an Brand am 12. Mai 1786, war die erste, die in dem neugebauten Friedhof am 15. Mai 1786 begraben wurde." Da eine Erweiterung des Friedhofes 1867 aus "sanitären Rücksichten" nicht bewilligt wurde, beschloss der Gemeinderat am 3. Mai 1867, "auf Kosten der Gemeinde einen neuen Leichenhof zu errichten". Am 27. November 1867 fand als letzte Beerdigung die des "am 26. November 1867 an Blattern verstorbenen Johann Schlimeck, 14 Tage alt", statt. Am 30. November 1867 wurde der Friedhof geschlossen. Lediglich in den gemauerten Grüften durften noch bis 1. Jänner 1878 Beisetzungen vorgenommen werden. 1893 wurden "aus den 16 Grüften, um welche sich niemand kümmerte, die Überreste von 31 Leichen gehoben und in sieben Särgen" für die Wiederbestattung zusammengelegt. Der "wertvolle Gruftstein der Freiherren von Pasqualati", der auf den neuen Friedhof übertragen worden war, wurde auf diesem Gemeinschaftsgrab aufgestellt. Er war versehen mit der Inschrift "Alle aus dem alten Friedhof im Jahre 1894 Wiederbestatteten". 1894 wurde der Friedhof "gänzlich aufgelassen".

Zweite Neuanlage und Erweiterungen

Für die Errichtung des neuen Friedhofes wurde von der Gemeinde im "oberen Reiterberg" ein "Grundkomplex von 1.200 Klaftern" erworben. Davon wurden 900 Klafter mit einer Mauer umgeben. Am 30. Dezember 1867 wurde der Friedhof, in dem auch eine Totenkammer errichtet worden war, "kirchlich geweiht". Ab 28. Februar 1785 bestand in Mauer (Ecke Asenbauer-Gasse/Heudörfelgasse) ein eigener Militärfriedhof. Bis 25. Juni 1881 wurde er belegt und am 18. August 1892 aufgelassen. Anlässlich der Auflassung des Friedhofes wurden "51 Skelette aus dem Jahr 1866 - darunter 18 sächsische Soldaten und 33 Österreicher - exhumiert. Sie wurden in zehn Särgen in einem Ehrengrab auf dem Reiterbergfriedhof am 16. August 1892 wiederbestattet". Dem Konvent der Redemptoristinnen (Mauer, Hauptstraße 1) wurde 1926 eine Sonderbestattungsanlage in Form einer Erdbegräbnisstätte für Ordensangehörige genehmigt. Neuerliche Erweiterungen fanden 1876 (geweiht am 29. Oktober 1876), 1888/1889 (geweiht am 30. Mai 1889) und 1925 (geweiht am 1. November 1925) statt. 1901 wurde neben dem Haupteingang ein Aufbahrungsraum geschaffen. 1928 wurden eine Urnenhalle errichtet und ein Urnenhain angelegt. 1935 wurde der Bau einer Aufbahrungshalle unter Einbeziehung der bestehenden, kaum benützten Urnenhalle beschlossen. Auch der 1928 angelegte Urnenhain sollte verlegt werden. Die Eröffnung des neuen Urnenhaines erfolgte am 1. Mai 1936. 1948 und 1949 wurden an verschiedenen Gebäuden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. 1949 wurde der Friedhof erweitert. Die nächste Erweiterung im Ausmaß von 9.500 Quadratmetern sowie die Einfriedung dieser Fläche erfolgten 1961. Ein neuer Urnenhain wurde 1964 errichtet. 1970 erhielt die Beisetzkammer des Friedhofes eine Kühlanlage.

Neubau der Aufbahrungsgebäude

1935 und 1936 wurde nach den Plänen des Architekten Anton Ubl die neue Aufbahrungshalle errichtet. Die feierliche Eröffnung fand am 9. August 1936 statt. Die Entwürfe zur künstlerischen Ausgestaltung der Einsegnungshalle stammten vom akademischen Maler Rudolf Holzinger. Sie bilden "auf der einen Seite in Glas das Leiden und Sterben, gegenüber in Mosaikmörtelschnitt die Auferstehung des Heilands" ab. Da die Gemeinde Wien - Städtische Leichenbestattung auch "in Mauer bei Wien auf Grund einer eigenen Konzession" das Leichenbestattungsgewerbe ausübte, beteiligte sich das Unternehmen an den Baukosten. Als Gegenleistung räumte die Gemeinde dem städtischen Unternehmen ein auf 30 Jahre befristetes Aufbahrungsmonopol ein. Am 1. Juli 1939 wurde die Aufbahrungshalle "in die Verwaltung und Erhaltung der Friedhofsverwaltung der Stadt Wien übergeben". Gleichzeitig wurde "der Gemeinde Wien - Städtische Leichenbestattung, wie in den übrigen Städtischen Aufbahrungshallen, das alleinige Recht eingeräumt, die Aufbahrungshalle im Friedhof Mauer zur Aufstellung von Aufbahrungen benützen zu dürfen". Die Städtische Leichenbestattung wurde jedoch verpflichtet, "die Aufbahrung anderen Leichenbestattern gegen Bezahlung der tariflichen Entschädigung zu überlassen".

Umgestaltung der Aufbahrungshalle

Von Oktober 1972 bis Dezember 1973 wurde die Aufbahrungshalle umgebaut. Der Aufbahrungsraum wurde nach den Plänen des Architekten Prof. DI Erich Boltenstern so gestaltet, dass neben Trauerfeiern zu Erdbestattungen auch Kremationsfeiern durchgeführt werden können. Bei Kremationsfeiern wird das Ende der Trauerfeier durch das Schließen eines Vorhanges, der den Sarg den Blicken der Trauergäste entzieht, und das langsame Verlöschen der Beleuchtung im Aufbahrungsraum angezeigt. Das vom akademischen Maler Rudolf Holzinger geschaffene Wandbild wurde vom akademischen Maler Hermann Bauch auf die neue Altarstirnwand übertragen. Die Stirnwand des Urnenaufbahrungsraumes wurde nach den Entwürfen des akademischen Malers Professor Hans Robert Pippal ausgeführt. Am 17. Dezember 1973 wurde die Aufbahrungshalle wieder der Benützung übergeben. 1977 bis 1979 wurden neue Gräbergruppen angelegt. 1992 wurde im Aufbahrungsraum eine Urnenstele aufgestellt.

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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Übersichtsplan

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Detailplan

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