Liesing





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeisterin Susanne Fronaschitz verwaltet.

Fläche: 47.272 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 4.305

Besonderheiten: Kriegerdenkmal „Trauernde Mutter mit Kind" Rudolf Schmidt (1926), Kriegsgrab für die Opfer des ersten Weltkrieges

Friedhof Liesing
Siebenhirtenstraße 16
1230 Wien

Tel.: +43 (0)1 869 01 75
Fax: +43 (0)1 865 99 26

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Liesing war nach Atzgersdorf eingepfarrt. In der 1446 dem heiligen Servatius geweihten Kapelle wurden seit 1777 Messen gefeiert. Im April 1783 war ein an den Kaiser gerichtetes Ansuchen der Gemeinde um Anstellung eines eigenen Seelsorgers abgelehnt worden. Am 26. September 1783 wiederholte die Gemeinde neuerlich ihre diesbezügliche Bitte. Am 16. Dezember 1783 erteilte daraufhin der Kaiser dem Propst von Klosterneuburg die Erlaubnis, einen Chorherrn des aufgehobenen Augustinerklosters St. Dorothee in Liesing als Pfarrer anzustellen. Im März 1784 wurde Liesing zur Pfarre erhoben. Bis 1784 wurden "auch die verstorbenen Liesinger auf den Friedhof nach Atzgersdorf beerdigt". Die Verstorbenen wurden "in Liesing aufgebahrt und sodann in der Regel im Leichenzug nach Atzgersdorf bis zur Weggrenze getragen, welche eine gemauerte Kreuzsäule in der Breitenfurterstraße unweit des jetzigen Hauses/No. 165 (Josef Stehlik) bezeichnet, dort niedergestellt, vom Atzgersdorfer Geistlichen empfangen und eingesegnet und hierauf zur Kirche beziehungsweise zum Friedhof gebracht. Die letzte am Atzgersdorfer Friedhof bestattete Leiche war jene des am 12. Mai 1784 verstorbenen Kindes Theresia Hainzl."

Errichtung und Erweiterung

Der in Liesing in der Ried "Grübl" (in der Dirmhirngasse an der Stelle der heutigen Schule) errichtete Friedhof wurde am 15. Mai 1784 geweiht. "Die erste Leiche, die auf dem neuen eingeweihten Liesinger Friedhof am 19. Mai 1784 beerdigt wurde, war jene des am 17. Mai 1784 verstorbenen Kindes Georg Schandl." 1825 musste der Friedhof, "auf dem sich auch ein Totenhäusel befand" , durch den Ankauf eines an den Friedhof angrenzenden Grundstückes "in der Breite von acht Klaftern" erweitert werden. Der neue Friedhofsteil wurde am 8. Dezember 1825 geweiht.

Neuanlage des Friedhofes

Da "aber auch diese Friedhofserweiterung nicht den Platzbedarf für die hier Verstorbenen deckte", beschloss die Gemeindevertretung 1861, einen neuen Friedhof anzulegen. Bereits am 17. August 1861 wurde eine Grundfläche am Aubach, am Ostrand von Liesing, im Tauschweg erworben und, nachdem die k. k. Statthalterei am 4. März 1863 die Errichtung des Friedhofes genehmigt hatte, am 23. März 1863 der Bau einer "entsprechenden Totenkapelle" beschlossen. Am 26. September des gleichen Jahres wurde dem Baumeister Hornik der Bau der Friedhofsmauer übertragen. Am 8. November 1863 wurde der neue Friedhof feierlich geweiht. "Die erste auf dem neuen Friedhof beerdigte Leiche war Katharina Moser, das einjährige Töchterlein des Müllers Johann Moser, welches Kind am 13. November 1863 begraben wurde." Auf dem Areal des "alten Friedhofes", in dem noch bis 1873 die "Prozession am Allerseelentage" abgehalten wurde, wurde 1887 mit dem Bau einer Mädchenschule begonnen. "Der im Jahre 1863 angelegte Friedhof mußte bisher [1935] dreimal erweitert werden. Die große Sterblichkeit während des Krieges und nach demselben hatte eine zweimalige Vergrößerung notwendig gemacht. Die letzte Erweiterung wurde sodann im Jahre 1927 begonnen und mit der Anlage eines Urnenhaines, der sich mit der Zunahme der Feuerbestattung als notwendig erwies, beendet."

Instandsetzung, Erweiterungen und Neuerungen

Die nach 1920 errichtete Aufbahrungshalle wurde 1934 auf Kosten der "Wiener städtischen Leichenbestattung" renoviert. Aus diesem Anlass wurde die Aufstellung einer "permanenten Aufbahrung" gestattet. 1950 und 1951 wurden Schäden an den Gebäuden behoben. 1952 wurden Erweiterungsflächen widmungsmäßig sichergestellt. 1952 wurden die Friedhöfe Aspern und Liesing zu Hauptfriedhöfen für den 22. und den 25. Bezirk ausgestaltet, womit "für die um den Liesinger Friedhof gelegenen Ortsfriedhöfe, die nur über geringe Belagsflächen verfügen", eine Entlastung eintrat, da nur Hauptfriedhöfe "billige gemeinsame und eigene Gräber haben". 1953 konnten die 1952 begonnenen Arbeiten zur Vergrößerung der Halle beendet werden. Durch den Zubau einer Beisetzkammer und eines Trägerraumes konnte der Aufbahrungsraum vergrößert werden. 1954 wurde der Liesinger Friedhof zum Hauptfriedhof des neugeschaffenen 23. Bezirkes bestimmt. 1960 wurde der Friedhof erweitert. 1961 konnte durch Sanierungsarbeiten in alten Grabfeldern die Neuvergabe heimgefallener und verwahrloster Grabstellen ermöglicht werden. Darüber hinaus gelang es im gleichen Jahr, den Gärtnereibetrieb des Friedhofmeisters zu verlegen und die frühere Gärtnereifläche für Belegungszwecke freizumachen. 1969 wurde die Beisetzkammer des Friedhofes mit einer Kühlanlage ausgestattet.

Umgestaltung der Aufbahrungshalle

Im Mai 1969 wurde mit dem Umbau der Aufbahrungshalle begonnen. Die Gestaltung des Innenraumes nach den Plänen von Architekt Prof. DI Erich Boltenstern basierte auf den 1964 festgelegten Grundsätzen, die seither bereits in mehreren Aufbahrungshallen verwirklicht werden konnten. Das Altarmosaik, dessen Zentrum ein Kruzifix mit den Symbolen Sonne und Mond und den Zeichen für Anfang und Ende bildet, wurde vom akademischen Maler Hermann Bauch geschaffen. Für Urnenaufbahrungen steht eine eigene, durch eine Holzfalttür verdeckte Nische zur Verfügung. Die Aufbahrungshalle wurde am 31. März 1970 wieder in Benützung genommen. Um auch in Liesing Kremationsfeiern abhalten zu können, wurde 1971 im Aufbahrungsraum ein "Vorhang aus Velvetingold" auf einer Zugvorrichtung montiert. Dadurch konnte der für die Aufbahrung des Sarges bestimmte Teil des Aufbahrungsraumes von dem Bereich getrennt werden, in dem sich die Trauergäste bei einer Kremationsfeier befinden. Den Trauergästen wird das Ende der Trauerfeier sowohl durch das Schließen des Vorhanges als auch durch das gleichzeitige langsame Verlöschen der Beleuchtung im Aufbahrungsraum angezeigt. Seit 2. November 1971 besteht die Möglichkeit, in der Aufbahrungshalle des Liesinger Friedhofes Trauerfeiern zu Erdbestattungen und Kremationsfeiern abzuhalten.

Detailplan

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PDF (418 kB)  |  21.07.2014

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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PDF (20 kB)  |  19.02.2016

Übersichtsplan

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PDF (46 kB)  |  26.04.2016