Kalksburg





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeister Werner Buchner verwaltet.

Fläche: 7.658 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 810

Besonderheiten: sowjetische Kriegsgräber, Grabstätten der barmherzigen Schwestern vom heiligen Borromäus und des Jesuiten Collegium-Kalksburg, liegt inmitten von Weinbergen

Friedhof Kalksburg
Zemlinskygasse 26
1230 Wien

Tel.: +43 (0)1 889 82 19
Fax: +43 (0)1 889 82 19

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Obwohl Kalksburg 1782 nur 209 Einwohnerinnen und Einwohner zählte, wurde 1783 eine Lokalkaplanei errichtet. Kalksburg, das unter Herzog Albrecht II. (1330 bis 1358) gemeinsam mit Rodaun der Pfarre Perchtoldsdorf unterstellt worden war, wurde von Atzgersdorf ausgepfarrt. Als Grundherr des Ortes ließ Franz von Mack von 1793 bis 1801 eine neue Kirche errichten. Diese wurde am 16. August 1801 durch Weihbischof Edmund Graf von Arz dem heiligen Petrus geweiht. 1805 wurde die Lokalkaplanei zur selbständigen Pfarre erhoben. Seine Verbundenheit mit dem Ort bewies der Herrschaftsbesitzer Franz von Mack 1793 durch den Bau einer Familiengruft mit Kapelle in dem auf der rechten Seite am Anfang des Gütenbachtales auf sein Betreiben angelegten Ortsfriedhof. Aus sanitären Gründen musste dieser Friedhof am 19. Dezember 1893 aufgelassen werden. Der bis heute bestehende Friedhof an der östlichen Grenze der Gemeinde gegen Rodaun außerhalb des Ortes wurde errichtet. Die Errichtung des neuen Friedhofes wurde "im Recurswege" mit Erlass des k. k. Ministeriums des Innern vom 18. November 1892 bestätigt.

Instandsetzungen und Neuerungen

1941 wurde der Innenraum der auf dem Friedhof befindlichen Totenkammer so umgestaltet, dass auch die Aufbahrung Verstorbener durchgeführt werden konnte. Von 1945 bis 1947 wurden an diesem Gebäude Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Ein Großteil der Einfriedungsmauer wurde wiederhergestellt. In den Jahren 1948 und 1949 wurde die Totenkammer in eine für die Aufbahrung Verstorbener und die Abhaltung von Trauerfeiern bestimmte Aufbahrungshalle umgebaut. Im Herbst 1949 ersuchte die sowjetische Besatzungsmacht den Magistrat, einzelne sowjetische Kriegsgräberanlagen besser auszubauen und Schäden an einigen provisorisch hergestellten Gräbern zu beheben. Weiters mussten Grabstellen für allfällige Beerdigungen von Angehörigen dieser Besatzungsmacht bereitgestellt werden. Einvernehmlich wurden dafür die Anlagen im Zentralfriedhof und in den Friedhöfen Stammersdorf, Aspern, Kalksburg und Mödling bestimmt. Diese Flächen wurden sichergestellt. Noch im selben Jahr wurde mit den Umgestaltungsarbeiten begonnen. 1964 wurden die im Friedhof befindlichen Kriegsgräberanlagen wiederhergestellt. 1965 beschloss der Gemeinderat, dass der Friedhof Kalksburg sowie fünf weitere Friedhöfe mit Ende des Jahres 1975 für Beilegungen gesperrt und 1985 aufgelassen werden sollten.

Sperrbeschlüsse

1965 beschloss der Gemeinderat, dass in den Sperrfriedhöfen, deren Zahl durch die Einbeziehung von sechs weiteren Friedhöfen auf 16 erhöht worden war, keine neuen oder heimgefallenen Gräber mehr vergeben werden dürften. Die Friedhöfe sollten nach dem 31. Dezember 1975 für Beilegungen gesperrt werden. Im Mai 1975 wurde auf Grund eines Beschlusses des Gemeinderates die Sperrfrist für die Friedhöfe um zehn Jahre verlängert. Beilegungen in bestehenden Gräbern wurden bis 31. Dezember 1985 gestattet.Bei einer Volksbefragung 1980, bei der auch über andere Themen zu entscheiden war, stimmten die Wiener Bürgerinnen und Bürger für die Aufhebung der Sperre und die Beibehaltung der Friedhöfe. Am 26. September 1980 hob der Gemeinderat den Sperrbeschluss auf. Der weitere Bestand dieser Friedhöfe war gesichert.

Aufbahrungsraum

1969 erfolgte die Renovierung des Aufbahrungsraumes. Zwischen 10. September 1984 und Anfang Juni 1985 wurde die Aufbahrungshalle umgebaut. Durch einen Zubau zur Halle wurde ein Träger- und ein Abstellraum geschaffen. Der nach den Plänen von Architekt Prof. DI Erich Boltenstern gestaltete Aufbahrungsraum konnte am 14. Juni 1985 wieder der Benützung übergeben werden. In den Jahren 1985 und 1986 wurde ein Kanzleigebäude für die Friedhofsverwaltung und 1986 eine neue Begrenzungsmauer errichtet.

Detailplan

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PDF (196 kB)  |  21.07.2014

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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PDF (18 kB)  |  19.02.2016

Übersichtsplan

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PDF (17 kB)  |  26.04.2016