Kagran





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeister Franz Müller verwaltet.

Fläche: 55.781 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 8.175

Friedhof Kagran
Goldemundweg 11
1220 Wien

Tel.: +43 (0)1 25 85 455
Fax: +43 (0)1 25 85 455

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Ursprünglich befand sich eine dem heiligen Georg geweihte Kirche in Stadlau. Als Ort und Kirche 1438 einer Überschwemmung zum Opfer fielen, wurde die neue Kirche an einer sicheren Stelle - damals noch außerhalb Kagrans - erbaut. Kagran trat in die alten Pfarrechte von Stadlau ein. Neben Stadlau umfasste der Pfarrbezirk Kagran die Ortschaften Eipeldau, Strebersdorf, Gerasdorf, Deutsch-Wagram, Hirschstetten, Jedlesee und Jedlersdorf, die allmählich ausgepfarrt wurden. Nach 1783, als auch Jedlesee und Jedlersdorf ausgeschieden waren, gehörten nur noch Stadlau und Hirschstetten zu Kagran. Der um die Kirche angelegte Leichenhof, dessen großes Friedhofstor 1682 errichtet worden war, wurde 1737 vergrößert. Der Erweiterungsteil wurde mit einer Mauer umgeben. Eine 1811 errichtete Leichenkammer wurde 1830 durch "Eisgang und Überschwemmung" zerstört. Noch im gleichen Jahr wurde sie "ganz weggerissen". Ein Wiederaufbau der Leichenkammer erfolgte nicht mehr. 1849 wurde die Friedhofsmauer instand gesetzt.

Neuer Friedhof

Da in den folgenden Jahren die "Seelenzahl der Pfarre Kagran" bedeutend zunahm und eine Erweiterung des "von allen Seiten mit Wohngebäuden umgebenen" Leichenhofes nicht mehr möglich war, errichtete die Gemeinde Kagran nördlich des Ortes einen neuen Friedhof. Dieser Friedhof, der "den kirchlichen Vorschriften gemäß" als christlicher Gottesacker gestaltet war, wurde am 3. Juli 1887 durch den Kagraner Pfarrer Andreas Huger geweiht. Er widmete auch das steinerne Friedhofskreuz. Vorübergehend verfügte Kagran über einen eigenen Pestfriedhof, der zur Aufnahme der Pesttoten der Jahre 1679/80 und 1712/13 diente. Das Pestkreuz, das diesen Bestattungsplatz kennzeichnete, hat auch anlässlich seiner Erneuerung 1952 seinen ursprünglichen Platz (Anton-Sattler-Gasse) beibehalten. Am 27. Juli 1898 stellte der Bürgermeister von Kagran an die "hochwürdige Kirchenvorstehung von Kagran das dienstfreundliche Ansuchen" um Zustimmung, den Kirchenfriedhof aufzulassen. Nach Beseitigung der Friedhofsmauer sollte ein mit Alleebäumen bepflanzter Kirchenplatz geschaffen werden. Als Begründung führte er an, dass der Friedhof seit der Errichtung der neuen Bestattungsanlage 1887 nicht mehr benützt und daher von vielen Seiten der Wunsch geäußert wurde, "den alten Friedhof bei der Kirche ganz aufzulassen". Erst 1902 wurde der Friedhof, der ab 1890 für Beilegungen gesperrt und noch 1900 mit einer Mauer umgeben war, aufgelassen.

Erweiterungen

1900 ersuchte der Pfarrer von Kagran das fürsterzbischöfliche Ordinariat, den "vergrößerten Friedhof in Kagran benedizieren zu dürfen". Das wurde im Mai des gleichen Jahres genehmigt. Im Juni des darauffolgenden Jahres ersuchte der Bürgermeister das Pfarramt Kagran, die Einweihung des neuen Friedhofsteiles vorzunehmen, "da die nächste Beerdigung bereits in diesem Teil vorgenommen werden soll". Im September 1901 teilte der Bürgermeister unter Bezugnahme auf die "geschätzte Zuschrift betreffend der kirchlichen Weihe des neuen Friedhofsteiles mit, dass es mit Rücksicht auf den dermaligen beschränkten Umfang des Friedhofes nicht möglich erscheint, einen eigenen Teil zur Beerdigung der Selbstmörder abzugrenzen". Er stellte jedoch eine neuerliche Erweiterung des Friedhofes in kürzester Frist in Aussicht, bei der auf die angeregte Absicht nach Möglichkeit Bedacht genommen werden würde. 1905 wurde die Belagsfläche des "für die Leichen des ehemaligen Vorortes Kagran" bestimmten Friedhofes im Statistischen Jahrbuch der Stadt Wien mit 6.639 Quadratmetern angegeben. An Reserveflächen standen diesem Friedhof, "der für Katholiken allein bestimmt ist", 14.152 Quadratmeter zur Verfügung. 1906 genehmigte der Wiener Gemeinderat den zur Erweiterung des Friedhofes erforderlichen Ankauf von mehreren an den Friedhof angrenzenden Grundstücken im Gesamtausmaß von 12.750 Quadratmetern. Die Einweihung des Erweiterungsteiles fand am 11. November 1908 durch Pfarrer Josef Gaunersdorfer im Beisein von Vizebürgermeister Dr. Porzer statt. 1908 wurden die Beilegegebühren für den alten Friedhofsteil neu festgesetzt. 1909 wurden die Dienstverhältnisse und Bezüge der Totengräber für die Friedhöfe Aspern, Groß-Jedlersdorf, Hirschstetten, Kagran, Leopoldau und Stadlau neu geregelt. 1910 spendete Barbara Schmeykal ein Friedhofskreuz, das auf dem früheren Standplatz des alten Kreuzes aufgestellt wurde. 1913 wurde die Baubewilligung für die Schaffung eines Depotraumes und einer Leichenkammer erteilt. 1919 wurde eine von Barbara Schmeykal gewidmete Gedächtniskapelle erbaut. Das Altarbild in dieser Kapelle wurde vom akademischen Maler König ausgeführt. Ebenfalls 1919 wurde der Fassungsraum der "alten Gräber I. Klasse (beständige Gräber) mit drei Leichen von Personen über zehn Jahren" und jener der "alten Gräber II. Klasse (Einzelgräber) mit zwei Leichen von Personen über zehn Jahren" festgesetzt. 1911 wurden zwei Grabsteine aus den Jahren 1653 und 1720, die in der Pflasterung des Mittelganges der Kirche eingelassen waren, gehoben und in der fensterlosen Wand der linken Kirchenvorhalle eingelassen. 1921 wurde die ehemalige Totenkammer in eine "sogenannte Sühnekapelle" umgewandelt. Dazu wurde die Eingangstür in die Kammer vermauert und ein Zugang in der Kirchenmauer hergestellt. 1925 genehmigte der Gemeinderat die Umgestaltung der Leichenkammer und die Errichtung eines Zubaues. Zwischen 1929 und 1931 wurden neue Grabplätze für eigene Gräber angelegt. 1937 wurde durch einen Zubau ein Träger- und Dienstraum geschaffen sowie ein Glockenturm errichtet. Am 19. Jänner 1938 wurden der Altar, die Glocke und das Kreuz der renovierten Aufbahrungshalle geweiht.

Instandsetzung, Erweiterungen und Neuerungen

Von 1945 bis 1947 wurden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Dabei wurde auch das Dach der Aufbahrungshalle und der Beisetzkammer repariert. 1952 wurde der Friedhof erweitert und damit die Möglichkeit zur Vergabe neuer Grabstellen ab 1953 geschaffen. Die während des Zweiten Weltkrieges demontierte Glocke wurde durch eine neue ersetzt. 1954 wurde der Friedhof neuerlich erweitert. Für den Erweiterungsteil wurde eine neue Grabstellengestaltung (Flachgräber) vorgesehen. 1958 wurde die Aufbahrungshalle durch einen für die Einrichtung von Betriebsräumen bestimmten Zubau vergrößert. 1959 wurde festgelegt, dass Beerdigungen jeweils nur an einem Montag, Mittwoch oder Freitag stattfinden können. 1959/1960 wurde der Friedhof neuerlich vergrößert und die Erweiterungsfläche eingefriedet. In den Monaten November und Dezember 1961 wurde der Aufbahrungsraum renoviert und mit einem Stimwandaltar ausgestattet. 1962 konnte durch Sanierungsmaßnahmen in alten Grabfeldem, durch die Aufschließungsarbeiten in der neuen Erweiterungsfläche sowie durch die Rückgewinnung heimgefallener Gräber für die Vergabe neuer Grabstellen Vorsorge getroffen werden. 1964 wurde in der Gruppe 15 ein neuer Urnenhain errichtet. Die 1966 erworbenen und einzufriedenden Erweiterungsflächen wurden 1969 teilweise aufgeschlossen. Die derzeit letzte Erweiterung um 5.000 Quadratmeter fand 1988 statt. Die Einweihung dieser Fläche, die für 598 Grabstellen, darunter 38 Grabkammern und 100 Urnengräber, Platz bietet, erfolgte am 8. September 1988.

Neue AufbahrungshalleIm

November 1966 wurde die bestehende Halle abgebrochen. Nach den Plänen von Oberbaurat Architekt Josef Strelec wurde in einer Bauzeit von 18 Monaten eine neue Aufbahrungshalle errichtet. Der nach den Plänen von Architekt Prof. DI Erich Boltenstern unter Berücksichtigung des neuen Trauerzeremoniells gestaltete Aufbahrungsraum folgte der beim Aufbahrungsraum des Friedhofes Jedlesee erstmals angewandten Konzeption. Der Altar ist in der Apsis untergebracht, deren Rückwand vom akademischen Maler Hermann Bauch mit einem Mosaik ausgestaltet wurde. Dieser schuf auch das über dem Eingang zur Halle befindliche Bleiglasfenster. Den Mittelpunkt der Apsis bildet ein von Professor Viktor Hammer entworfenes Kruzifix aus Bronze. Gemeinsam mit dem Altar kann es bei nicht nach christlichem Ritus abgehaltenen Trauerfeiern durch einen Vorhang verdeckt werden. Vor dem Altar wurde der Sarg inmitten von zwölf Standleuchten aus patinierter Bronze auf einem Bahrwagen aufgebahrt. Nunmehr erfolgt die Aufbahrung des Sarges auf einer Tumba. Für Urnenaufbahrungen steht ein in die Wand versenkter Urnenschrein zur Verfügung. Die neue Aufbahrungshalle, deren Altar am 3. September 1968 geweiht wurde, steht seit 9. September 1968 für die Abhaltung von Trauerfeiern zur Verfügung. 1991/1992 wurde der Nebenraumbereich unter Verzicht auf den Warteraum umgestaltet. 2008 ein zusätzlicher Eingang von der Franz Eduard Matasgasse Richtung U1 – Station Rennbahnweg wurde errichtet.

Detailplan

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PDF (714 kB)  |  21.07.2014

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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PDF (18 kB)  |  19.02.2016

Übersichtsplan

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PDF (28 kB)  |  26.04.2016