Inzersdorf





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Gärtnerei Diner verwaltet.

Fläche: 95.056 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 11.426

Besonderheit: sowjetische Kriegsgräber

Friedhof Inzersdorf
Kolbegasse 34
1230 Wien

Tel.: +43 (0)1 615 49 19
Fax: +43 (0)1 615 49 19

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Die 1217 gegründete Pfarre wurde nach 1544 "seelsorglich von Wien her" betreut. Zu dieser Zeit war der 1529 zerstörte Pfarrhof "noch immer ein Trümmerhaufen". "Daher fand die sich immer mehr ausbreitende lutherische Lehre" fruchtbaren Boden. Inzersdorf wurde im Laufe der Jahrzehnte ein Zentrum des Protestantismus. In der Folge wurde die Pfarre nicht besetzt und zu einer "Filiale Atzgersdorfs erklärt". Erst 1637 wurde Inzersdorf wieder zur Pfarre erhoben. Der neben der Kirche gelegene, vermutlich schon zur Zeit der Pfarrgründung errichtete Friedhof musste 1784 aufgelassen werden. Im "Oberen Vösendorfer Feld" wurde der neue, nunmehrige Inzersdorfer Friedhof errichtet. Auf Grund einer Entscheidung der Herrschaft Inzersdorf mussten einige Grundbesitzer die dafür erforderlichen "nächst dem Dorf Inzersdorf gelegenen Hausgründe" abtreten. Da diese erzwungene Abtretung nicht widerspruchslos hingenommen wurde, kam es 1796 zu einem Vergleich. Dabei überließ die Gemeinde Inzersdorf "von den ihr eigenen Gründen auf der Vösendorfer Hutweide" an die Beschwerdeführer das doppelte Ausmaß an Gemeindegründen als Entschädigung.

Erweiterungen und Neuerungen

1863, 1875 und 1886 musste der Friedhof erweitert werden. 1875 wurde ein "gegen die Ortschaft in nördlicher Richtung" liegender Teil des Friedhofes aufgelassen. 1887 wurde "rechts vom Haupteingang eine Kapelle mit einer Totenkammer und links die Totengräberwohnung samt Friedhofskanzlei" errichtet. Neuerliche Friedhofserweiterungen erfolgten in den Jahren 1897, 1912 und 1928. Da die 1887 errichtete Kapelle sich für die Aufbahrung Verstorbener als nicht mehr geeignet erwies, wurden 1928 eine Aufbahrungshalle sowie ein Verwaltungsgebäude errichtet. Eine "arkadenähnliche Urnenmauer mit 132 Wandnischen sowie ein Urnenhain für 850 Urnengrabstellen" wurde geschaffen. Am 16. November 1929 beschloss der Inzersdorfer Gemeinderat, "der Gemeinde Wien - Städtische Leichenbestattung das alleinige Recht zur Aufbahrung in der neuen sowie nach Notwendigkeit auch in der alten Aufbahrungshalle zu übertragen". Als am 5. Juli 1932 der Gemeinde Inzersdorf die Konzession zum Betrieb einer Leichenbestattungsunternehmung verliehen wurde, kündigte die Gemeinde mit 24. Oktober 1932 die mit dem Wiener Städtischen Bestattungsunternehmen bezüglich des Alleinaufbahrungsrechtes geschlossene Vereinbarung auf und übte das Gewerbe bis 1939 selbst aus. Am 1. Juli 1939 wurde die Konzession der Gemeinde Wien - Städtische Leichenbestattung übertragen und dem Unternehmen gleichzeitig das alleinige Aufbahrungsrecht in der Aufbahrungshalle des Friedhofes Inzersdorf eingeräumt. Der Friedhof wurde in die "Eigenregie der Gemeinde Wien" übernommen.

Instandsetzungen und Neuerungen

Von 1945 bis 1949 wurden Kriegsschäden an der Einfriedungsmauer, der Beisetzkammer und am Verwaltungsgebäude behoben. Die Dächer der Aufbahrungshalle, der Beisetzkammer und der Kapelle sowie des Wohnhauses wurden repariert. 1950 wurde durch die Errichtung eines Altars die Möglichkeit geschaffen, auf diesem Friedhof auch "Einsegnungsfeiern" abzuhalten. 1952 wurden Erweiterungsflächen sichergestellt und im Jahr darauf in den Friedhof einbezogen. 1954 wurden die Geschäftsführung des Inzersdorfer Friedhofes einem Kontrahenten übertragen und Bauschäden an der Aufbahrungshalle behoben. 1959 wurde die eingefriedete Fläche des Friedhofes vergrößert und eine neue Beisetzkammer errichtet. 1961 wurde im Zusammenhang mit einer Instandsetzung des Daches der Aufbahrungshalle der Aufbahrungsraum renoviert und ein Stirnwandaltar errichtet. Durch Sanierungsmaßnahmen in alten Grabfeldern und durch Aufschließungsarbeiten auf neuen Erweiterungsflächen konnte 1962 für die Vergabe heimgefallener und neuer Grabstellen vorgesorgt werden. Die schadhafte Mauer des "Drasche-Mausoleums", das 1892 Dr. Richard Drasche Ritter von Wartinberg als eingefriedete Ruhestätte (Kapelle) für seine Familie errichten ließ, wurde instand gesetzt. Der Beginn der Errichtung einer Urnenmauer fällt in das Jahr 1962.

Am 2. Februar 1971 wurde im Friedhof Inzersdorf - erstmals in Wien - von der durch das Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz ab 1. Jänner 1971 eingeräumten Möglichkeit, eine Asche ohne Behältnis in einer bestehenden Grabstelle beizusetzen, Gebrauch gemacht. 1972 wurde die Beisetzkammer mit einer Kühleinrichtung ausgestattet. Von 24. August 1973 bis April 1974 erfolgte der Umbau der Aufbahrungshalle. Der nach den Plänen von Architekt Prof. DI Erich Boltenstern nach den 1964 festgelegten Grundsätzen neu gestaltete Aufbahrungsraum bietet die Möglichkeit, sowohl Trauerfeiern zu Erdbestattungen als auch Kremationsfeiern abzuhalten. Bei Kremationsfeiern wird das Ende der Zeremonie durch das Schließen eines Vorhanges und das gleichzeitige Verlöschen der Beleuchtung angezeigt. Der im Aufbahrungsraum errichtete Flügelaltar wurde von Professor Hans Robert Pippal geschaffen. Der Aufbahrungsraum wurde am 16. April 1974 wieder seiner Bestimmung übergeben. 1975 und 1977 wurden neue Gräbergruppen angelegt. 1978 wurden Wandnischen in der Urnenmauer 4 A vergeben. 1979 wurde eine neue Erweiterungsfläche eingefriedet. 1989 wurden neue Einfriedungen aus Fertigteilen errichtet und der Aufbahrungsraum renoviert. 1860 ließ Heinrich Drasche, der 1857 von seinem Onkel Alois Miesbach die Wienerberger Ziegelwerke geerbt hatte, an der Ostseite der Kirche eine Kapelle anbauen. In deren Nähe stand früher das Beinhaus des Kirchenfriedhofes. Ursprünglich diente sie als Grabkapelle für seinen verstorbenen Onkel und für die Familie Drasche. Die Kapelle wurde 1978 zu einer Werktagskapelle (Marienkapelle) umgebaut.

Detailplan

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PDF (1.130 kB)  |  13.10.2011

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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PDF (15 kB)  |  19.02.2016

Übersichtsplan

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PDF (36 kB)  |  26.04.2016