Hirschstetten





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeisterin Karin Göschl verwaltet.

Fläche: 5.959 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 755

Besonderheit: kleiner Ortsfriedhof

Friedhof Hirschstetten
Quadenstraße 11
1220 Wien

Tel.: +43 (0)1 282 13 17
Fax: +43 (0)1 282 13 17

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Hirschstetten war zur Pfarre Kagran zugehörig. Um den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ortes die Erfüllung ihrer religiösen Pflichten auch dann zu ermöglichen, wenn der Weg nach Kagran durch Überschwemmungen unpassierbar war, ließ Graf Johann Wilhelm Wurmbrand 1739 in seinem Schloss eine Hauskapelle errichten. Die Kapelle diente von 1742 bis 1896 der seelsorglichen Betreuung der Hirschstettnerinnen und Hirschstettner. Bis 1951 wurden hier Gottesdienste abgehalten. 1952 schuf die Einrichtung eines Notkirchenraumes die Voraussetzung für die Gründung einer selbständigen Pfarre. Diese wurde am 1. Jänner 1953 urkundlich bestätigt. Die Grundsteinlegung für die neue Kirche war am 2. Oktober 1954. In den Jahren 1959 bis 1961 wurde sie errichtet. Die Weihe erfolgte am 16./17. September 1961. Die Bestattung der verstorbenen Einwohnerinnen und Einwohner von Hirschstetten erfolgte ursprünglich auf dem Kagraner Pfarrfriedhof. Da jedoch der Transport der Leichen nach Kagran "bei der Entfernung über einer halben Stunde bei schlechter Witterung für die Begleitung und bei allfälligen Epidemien von sanitätspolizeilichem Standpunkt nachteilig erschien", richtete die Gemeinde Hirschstetten an die k. k. Bezirkshauptmannschaft von Groß-Enzersdorf das Ersuchen, einen eigenen Friedhof errichten zu dürfen.

Errichtung

Am 8. August 1871 genehmigte die k. k. Bezirkshauptmannschaft die Errichtung eines Friedhofes an dem nach Breitenlee führenden Feldweg außerhalb des Ortes Hirschstetten unter der Voraussetzung, "daß derselbe ordnungsgemäß eingefriedet und mit einer Totenkammer versehen werde". Außerdem wurde die Gemeinde Hirschstetten verpflichtet, "rücksichtlich der nun bei der Leichenbestattung in Hirschstetten eintretenden kirchlichen Funktionen mit der Kirchenbehörde das nötige Übereinkommen zu veranlassen". Am 9. November 1871 wurden die "sich aus der Errichtung und Benützung eines Friedhofes für die Ortschaft Hirschstetten ergebenden Beziehungen der Filialgemeinde Hirschstetten zur Pfarre Kagran" festgestellt und dabei auch vereinbart, dass "die Leichen im Sterbehaus, am Eingang des Coemeteriums und am Grab eingesegnet werden". Am 21. April 1872 wurde der Friedhof geweiht. Die erste Beisetzung fand 1878 statt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Verstorbenen so wie bisher am Kagraner Friedhof bestattet.

Erweiterungen

1916 wurde der Friedhof, dessen Fläche 1905 4.250 Quadratmeter betrug, durch Einbeziehung des zwischen dem Friedhof und dem Notspital gelegenen Grundstückes erweitert. Wegen der fortschreitenden Verbauung des benachbarten Gebietes sollte der Friedhof auf Grund eines Beschlusses des Gemeinderates aus dem Jahr 1923 in absehbarer Zeit aufgelassen werden. Am 10. November 1926 beschloss der zuständige Wiener Gemeinderatsausschuss, grundsätzlich an der Sperre des Friedhofes festzuhalten, aber dennoch weitere Beilegungen in eigenen Gräbern, in Grüften und Einzelgräbern, soweit der Belagsraum noch nicht erschöpft sei, zu gestatten. 1928 wurde durch die Umgestaltung des Totengräberwohnhauses ein Aufbahrungsraum geschaffen. Die Innenausstattung erfolgte durch das gemeindeeigene Bestattungsunternehmen. Von 1945 bis 1951 wurden die Aufbahrungshalle und das Wohngebäude instand gesetzt. Die Einfriedungsmauer wurde repariert und an der Herstellung der elektrischen Leitung gearbeitet. In den Jahren 1996/1997 wurden das Verwaltungsgebäude und die Aufbahrungshalle umgebaut.

Sperrfriedhof

1952 wurde die Vergabe neuer und heimgefallener Gräber nicht mehr gestattet. 1953 sah ein Beschluss des Gemeinderates vor, dass der Friedhof Hirschstetten sowie neun weitere Friedhöfe im Jahre 1975 gesperrt werden sollten. 1957 wurde die Vergabe heimgefallener Gräber mit der Einschränkung genehmigt, dass das Benützungsrecht in allen Fällen am 31. Dezember 1975 erlöschen würde. 1959 wurde festgelegt, dass Beerdigungen jeweils nur Dienstag und Donnerstag stattfinden sollen. Außerdem wurde im gleichen Jahr ein Teil der Kriegergedenkstätte des Friedhofes fertig gestellt. 1965 beschloss der Gemeinderat, dass in den Sperrfriedhöfen, deren Zahl durch die Einbeziehung von sechs weiteren Friedhöfen auf 16 erhöht worden war, keine neuen oder heimgefallenen Gräber mehr vergeben werden dürften. Die Friedhöfe sollten nach dem 31. Dezember 1975 für Beilegungen gesperrt werden. Im Mai 1975 wurde auf Grund eines Beschlusses des Gemeinderates die Sperrfrist für die Friedhöfe um zehn Jahre verlängert. Beilegungen in bestehenden Gräbern wurden bis 31. Dezember 1985 gestattet.Bei einer Volksbefragung 1980, bei der auch über andere Themen zu entscheiden war, stimmten die Wiener Bürgerinnen und Bürger für die Aufhebung der Sperre und die Beibehaltung der Friedhöfe. Am 26. September 1980 hob der Gemeinderat den Sperrbeschluss auf. Der weitere Bestand dieser Friedhöfe war gesichert.

Detailplan

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Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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Übersichtsplan

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