Grinzing





Der Friedhof wird im Auftrag der Friedhöfe Wien GmbH von Friedhofsmeister Manfred Weilinger verwaltet.

Fläche: 45.265 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 5.095

Friedhof Grinzing
An den langen Lüssen 33
1190 Wien

Tel.: +43 (0)1 320 31 92
Fax: +43 (0)1 320 74 449

E-Mail Anfrage


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

 

Mausoleum © Friedhöfe WienMausoleum © Friedhöfe WienZoom
Im 15. Jahrhundert war "der Ort so bevölkert", dass der Klosterneuburger Probst Georg Müstinger der Errichtung einer Kapelle zustimmte. Ihr Bau wurde 1417 in einem aufgelassenen Weingarten des Himmelpfortklosters gegenüber dem Trummelhof von "12 Hausansässigen von Grinzing" aus eigenen Mitteln in Angriff genommen. Die Kapelle wurde 1426 eingeweiht. An Wochentagen wurde in der Kapelle ein Gottesdienst gehalten. An Sonn- und Feiertagen sowie zu Hochzeiten und Taufen mussten die Grinzingerinnen und Grinzinger ihre zuständige Pfarrkirche in Heiligenstadt aufsuchen. Ihre Toten mussten sie in den um die Pfarrkirche St. Michael angelegten Friedhof bestatten. Während der Pestzeit 1713 waren um das Grinzinger Gotteshaus Bestattungen vorgenommen worden. Als durch das Hofkanzleidekret vom 20. Juli 1783 Grinzing zur Pfarre erhoben und von Heiligenstadt getrennt worden war, wurde ein eigener Friedhof errichtet. Als der anschließend an den Garten des Pfarrhofes errichtete Leichenhof (in der heutigen Mannagettagasse) zu klein geworden war, stiftete Franz Ritter Huschka Edler von Ratschitzburg 1829 ein Grundstück von 2.867 Quadratmetern zur Errichtung einer neuen Begräbnisstätte. Das erste Begräbnis in diesem Friedhof fand am 15. Oktober 1830 statt. Der Bau eines Totengräberhauses mit Totenkammern wurde 1880 geplant und ausgeführt. Der Friedhof wurde ab 1873 durch den Erwerb von Gründen durch die Gemeinde Grinzing erweitert. Eine Stiftung im Ausmaß von 126 Quadratmetern erfolgte 1901 durch die Geschwister Budinsky.
 
Erweiterungen

Im Oktober 1899 genehmigte der Stadtrat die Einleitung des Hochquellenwassers. Im Jänner 1904 wurde beschlossen, dass die im alten Teil des Grinzinger Friedhofes gelegene Grabstelle des Stifters des Friedhofes, Huschka Edler von Ratschitzburg, auf Kosten der Gemeinde Wien erhalten und ausgeschmückt wird. Jährlich am Allerheiligen und Allerseelentag sollte die Beleuchtung der Grabstelle mit einer vom Totengräber beizustellenden Stehlaterne erfolgen. 1907 wurde die Anlage von eigenen Gräbern an Stelle einer Reihe einfacher Gräber und 1908 die Erbauung von 25 Gartengrüften im neuen Teil des Friedhofes beschlossen. 1911 wurde zur Vergrößerung des Friedhofes der Ankauf von Gründen im Ausmaß von 7.215 Quadratmetern genehmigt. Der Grinzinger Friedhof wurde als Ersatz für den nicht mehr erweiterungsfähigen Oberdöblinger Friedhof bestimmt. 1917 wurde beschlossen, "den Beerdigungsdienst und die Beleuchtung und Ausschmückung der Grabstellen in den Eigenbetrieb der Gemeinde" zu übernehmen. 1918 wurde die Erweiterung des Friedhofes genehmigt. Diese war 1919 so weit gediehen, dass mit der Belegung eines Viertels dieser Fläche begonnen werden konnte. Da auf Grund eines Stadtratsbeschlusses vom 19. April 1917 "wegen Erschöpfung des Belagsraumes für eigene Gräber im Döblinger Friedhof die Leichen aus diesem Sprengel dem Grinzinger Friedhof zugewiesen worden waren", war 1919 eine neuerliche Erweiterung des Friedhofes erforderlich. 1925 wurde ein Zubau zum Verwaltungsgebäude errichtet und der Aufbahrungsraum "durch Änderung der Innenteilung" vergrößert. 1929 wurde der Friedhof neuerlich erweitert. 1934 wurde die bestehende Leichenkammer abgetragen und an ihrer Stelle eine "Beisetz- sowie eine Umkleidekammer" errichtet. Gleichzeitig wurde die Aufbahrungshalle durch einen Zubau und die Einbeziehung eines Kanzleiraumes vergrößert und an der Nordseite des Gebäudes ein Kanzleiraum angebaut. Dadurch standen ab 27. Oktober 1934 eine Aufbahrungsnische im Ausmaß von zirka 20 Quadratmetern und daran anschließend ein für größere Ansammlungen von Trauergästen genügender Raum von 60 Quadratmetern zur Verfügung". Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Grinzinger Friedhof Erweiterungsarbeiten durchgeführt. Neue Erweiterungsflächen konnten erst wieder 1952 sichergestellt werden. 1945 bis 1949 wurden Reparaturarbeiten durchgeführt und neue Wege hergestellt und 1950 die Führung des Friedhofes einem Kontrahenten übertragen. 1954 wurden die im Krieg beschädigten Arkaden instand gesetzt und der Friedhof erweitert. In den Jahren 1957/1958 wurde die 1952 umgebaute Aufbahrungshalle neuerlich vergrößert und ein neuer Kanzlei- und Priesterraum geschaffen. 1957 wurde eine im Süden gelegene freie Fläche in den Friedhof einbezogen und 1959 die eingefriedete Fläche des Friedhofes vergrößert. 1959 wurde das neue Betriebsgebäude fertig gestellt und die alte Beisetzkammer abgetragen. Im selben Jahr wurde außerdem festgelegt, dass Beerdigungen jeweils nur Montag, Mittwoch und Freitag durchgeführt werden können.1961 und 1962 konnte durch Sanierungsarbeiten in alten Gräberfeldern und durch Aufschließungsarbeiten in den neuen Erweiterungsflächen Vorsorge für die Rückgewinnung heimgefallener und für neue Grabstellen getroffen werden. 1969 wurde die Friedhofsbeisetzkammer mit einer Kühlanlage ausgestattet.

Aufbahrungsraum

Ab Mai 1976 wurde nach den Plänen des Architekten DI Erich Boltenstern die zwischen den beiden Aufbahrungskojen bestehende Mauer entfernt und ein einziger Aufbahrungsraum geschaffen. Dessen neuzeitliche Gestaltung erfolgte auf Grund der 1964 festgelegten Grundsätze. Der Aufbahrungsraum, in dem auch Kremationsfeiern abgehalten werden können, wurde mit einem vom akademischen Maler Prof. Hans Robert Pippal gestalteten Flügelaltar ausgestattet. Die Gestaltung und Ausführung der künstlerischen Bleiverglasung der Fenster war dem akademischen Maler Prof. Hermann Bauch übertragen. Am 18. März 1977 konnte der Aufbahrungsraum für die Abhaltung von Trauerfeiern zur Verfügung gestellt werden.

Detailplan

Datei downloaden
PDF (934 kB)  |  26.04.2016

Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

Datei downloaden
PDF (79 kB)  |  19.02.2016

Übersichtsplan

Datei downloaden
PDF (45 kB)  |  26.04.2016