Feuerhalle Simmering





Der Friedhof der Feuerhalle Simmering wird von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet.

Das Krematorium ist innerhalb der Wiener Stadtwerke ein eigenes Geschäftsfeld, die Krematorium Wien GmbH.

Fläche: 215.383 Quadratmeter

Anzahl der Grabstellen: 46.279

Besonderheiten:

  • erste österreichische Feuerhalle
  • Arkaden mit Kolumbariennischen

Feuerhalle Simmering
Simmeringer Hauptstraße 337
1110 Wien

Tel. +43 (0)1 534 69 - 28480

Erreichbarkeit:
Kanzlei: Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr

E-Mail Erreichbarkeit


Öffnungszeiten

für die Friedhöfe die von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet werden.

3. November bis Ende Februar: von 8 bis 17 Uhr
März sowie von 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 18 Uhr
April bis September: von 7 bis 19 Uhr

Von Mai bis August haben wir jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet

Die Nebentore werden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise früher geschlossen.
Sollten Sie bei einem Besuch irrtümlich eingeschlossen werden, verständigen Sie die Polizei (Notruf: 133 oder 112). Diese besitzt den Schlüssel zu den Haupttoren.

Diese Öffnungszeiten gelten nicht für Friedhöfe anderer Betreiber.

Am 1. April 1921 erfolgte die Ausschreibung für den Wettbewerb zur Erlangung der Pläne, nach denen die Feuerhalle Simmering gestaltet werden sollte. Das Projekt von Prof. Dr. Clemens Holzmeister, das anlässlich eines Wettbewerbes den dritten Preis gewonnen hatte, wurde zur Ausführung bestimmt. Holzmeister bekam den Auftrag zur Ausführung seines Entwurfs am Gelände des Schlosses Neugebäude im Rahmen der siebenten Erweiterung des Wiener Zentralfriedhofes. Am 17. Dezember 1922 fand die feierliche Eröffnung der ersten Feuerhalle in Österreich durch Bürgermeister Jakob Reumann statt.

Erweiterungen

1924/1925 wurden auf dem Vorplatz Arkaden mit Kolumbariennischen errichtet. Da sich der Urnenhain als zu klein erwies, mussten in den folgenden Jahren weitere Flächen des von der Umfassungsmauer begrenzten Geländes in den Urnenhain einbezogen werden. Die Zahl der Einäscherungen im Krematorium war von 835 im Jahr 1923 auf 2.391 im Jahr 1926 angestiegen. 1927 wurden die zu beiden Seiten der Einsegnungshalle befindlichen Räume zu je einem großen Aufbahrungsraum umgestaltet. 1931 wurden an die bestehenden Räume acht Aufbahrungskojen angebaut. Die Feuerhalle wurde im April 1945 von Bomben getroffen. Sie musste für ein Jahr geschlossen bleiben. Auch der Urnenhain war schwer beschädigt worden. Dank Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Feuerhallenverwaltung konnten alle Schäden beseitigt werden. Religiöse und weltanschauliche Gründe verhinderten, dass die sowohl hygienische als auch wirtschaftliche Bestattungsart allgemein anerkannt wurde. Als die römisch-katholische Kirche 1963 die Vorschriften des Kirchenrechtes milderte und die Erzdiözese Wien 1966 mitteilte, dass die Feuerbestattung der Erdbestattung gleichgestellt ist, war ein langsames Ansteigen der Kremationsfälle zu verzeichnen.

Umgestaltungen

1967 bis 1969 wurde die Feuerhalle nach den Plänen von Architekt Prof. Dr. Clemens Holzmeister umgebaut. Dabei wurde die Möglichkeit geschaffen, Trauerfeiern besonderen Gepräges abzuhalten. Beim Umbau musste beachtet werden, dass das Bauwerk auch nach seiner Erweiterung den ursprünglichen architektonischen Charakter beibehielt. Die neue Anlage musste zudem den hygienischen Ansprüchen entsprechen. Die mit Koks beziehungsweise Gas beheizten Öfen wurden von 1984 bis 1986 durch vier elektrisch betriebene Einäscherungsöfen ersetzt. Im Zusammenhang damit wurden die drei Zeremonienräume unter Mitwirkung von Architekt Dr. Christof Riccabona renoviert. Am 15. Dezember 1986 konnte das "Krematorium Wien-Simmering", das ab 12. November 1984 für Trauerfeiern gesperrt worden war, wieder seiner Bestimmung übergeben werden. 1971 wurden Erweiterungsflächen im Ausmaß von 17.069 Quadratmetern erworben. 1972 wurde der Bau einer Urnennischenmauer fortgesetzt. 1973 wurde die Einfriedungsmauer bei den Eingängen instand gesetzt. 1975 wurden im Urnenhain neue Gräbergruppen geschaffen. 1986 wurde das Verwaltungsgebäude der "Feuerhalle Simmering" renoviert. 1990 wurde die Umgestaltung des Urnenhaines fortgesetzt. 2008 wurde eine Rauchgasreinigungsanlage für die bereits vorhandenen vier Elektrokremationsöfen errichtet. Ebenfalls in diesem Jahr wurde ein Aufzug zur barrierefreien Erreichung der Zeremonienräume eingebaut und die neue unterirdische Leichenkammer in Betrieb genommen.

Friedhöfe sind Orte der Ruhe und Besinnung. Deshalb dürfen Friedhöfe - der Wiener Zentralfriedhof bildet auf Grund seiner Größe eine Ausnahme - grundsätzlich nur von Einfahrtsberechtigten befahren werden.  Bislang gab es auf einigen der 46 Friedhöfe bei den Haupttoren, durch die die Zufahrt auf den Friedhof möglich ist, einen Portierdienst. Dieser regelte und kontrollierte die Einfahrt von Privatfahrzeugen und Gewerbetreibenden. Aufgrund von Umstrukturierungen wurde das Aufgabengebiet der Portiere erweitert. Diese werden nun als Friedhofsaufsicht auf dem ganzen Friedhof unterwegs sein und können somit flexibel und ortsungebunden agieren. Diese Neuerung bedingt daher den sukzessiven Einsatz von automatischen Schrankensystemen bzw. Zufahrtskontrollsystemen.

Eine Vorreiterrolle nahm dabei der Friedhof Feuerhalle Simmering ein. Dort wurde das Schrankensystem seit Jänner 2013 als Pilotprojekt gestartet und nach der Testphase einer Evaluierung unterzogen. Auskünfte können im Rahmen der Kanzleiöffnungszeiten auch in der nahegelegenen Friedhofskanzlei eingeholt werden.

Einfahrtsberechtigte können eine oder mehrere Berechtigungskarten beantragen. Im weiteren Verlauf ist dann die Ausstattung weiterer Friedhöfe mit automatischen Schrankenanlagen geplant.

Schrankensystem – nähere Information/FAQs

 

Wie können Einfahrtsberechtigte einfahren?

Grundsätzlich ist die Zufahrt nur noch mittels Berechtigungskarte möglich. Wenn noch immer keine Karte ausgestellt wurde, muss beim Einfahrtschranken eine Sprechverbindung mit der Friedhofskanzlei (außerhalb der Öffnungszeiten – Fa. WIPARK) hergestellt werden.

Die MitarbeiterInnen der Friedhofskanzlei bzw. der Fa. WIPARK erkundigen sich nach dem Grund der Einfahrt und öffnen den Schranken mit dem Hinweis, sich umgehend (während der Öffnungszeiten) in der Friedhofskanzlei einzufinden und eine Berechtigungskarte zu beantragen

Nach Eingabe der Daten in die Software und Unterfertigung des Nutzungsvertrages  wird die Berechtigungskarte ausgehändigt

Wer bekommt eine Berechtigungskarte?

  • Behinderte Personen mit Behindertenausweis – auf ein Jahr befristet
  • Personen mit temporärer Behinderung und ärztlichem Attest - Befristung wie im ärztlichen Attest, sonst sechs Monate
  • Gewerbetreibende (Steinmetze, Gärtner, Bestatter, etc.) unter Vorlage eines Gewerbescheines/ Firmenbuchauszuges-befristet auf ein Jahr

Die betreffende Person muss bei der Ausstellung der Karte nicht persönlich anwesend sein, solange entsprechende Belege vorgelegt werden. Eine einfahrtsberechtigte Privatperson muss glaubhaft machen, dass sie eine Nahebeziehung zu einem Grab auf diesem Friedhof hat. Er muss nicht Benützungsberechtigter bzw. letzter Einzahler sein oder ein Verwandtschaftsverhältnis haben. Der Besuch von Trauerfeiern berechtigt nicht zu einer kostenlosen Berechtigungskarte. Die Ausstellung von weiteren Berechtigungskarten pro Berechtigtem ist gegen Bezahlung von EUR 10,- möglich.

Die Ein- und Ausfahrt ist ausschließlich während der Friedhofsöffnungszeiten möglich.

Was gilt für die Einfahrt für Personen mit schweren Lasten? 

Aufgrund der fehlenden Kontrollmöglichkeit ist eine (kostenlose) Zufahrt nicht möglich Bei der Einfahrt muss ein Einfahrtschein gezogen werden. Dieser muss vor der Ausfahrt gegen Bezahlung von EUR 5,-  beim Kassaautomaten entwertet werden. 

Einfahrt für Gewerbetreibende (Bestatter, Gärtner, Steinmetze, etc.)?

Eine Berechtigungskarte pro Firma ist unter Vorlage des Firmenbuchauszuges/Gewerbescheines kostenlos. Weitere Berechtigungskarten können auf Wunsch gegen Bezahlung von EUR 10,-/Karte ausgegeben werden Befristung auf ein Jahr Grundsätzlich automatische Einfahrtsberechtigung mit derselben Berechtigungskarte auf allfälligen weiteren Friedhöfen, die auf das Schrankensystem umgestellt werden. Mitarbeiter einer Firma können den Nutzungsvertrag nur dann unterschreiben, wenn eine entsprechende Vertretungsvollmacht (auch Firmenbuchauszug, Vollmacht, u.U. Ausweis mit Namengleichheit) vorliegt.

Was tun, wenn ein Berechtigter bei der Ausfahrt keine Berechtigungskarte bei sich hat? (vergessen, verloren etc.)

Der Einfahrtsschein, welcher bei der Zufahrt auf den Friedhof „gezogen“ wurde, ist vor Ausfahrt beim Kassaautomaten gegen Bezahlung von EUR 5,- zu entwerten. Eine nachträgliche Refundierung ist nicht möglich. Die Ausstellung einer neuen bzw. einer weiteren Berechtigungskarte kostet EUR 10,-.

Was ist bei Erneuerung (Verlängerung) der Berechtigungskarte zu berücksichtigen?

Der Einfahrtsberechtigte muss von sich aus – rechtzeitig - die Erneuerung der Berechtigungskarte in der Friedhofskanzlei beantragen. Bei Versäumnis läuft man Gefahr, bei einer Ausfahrt EUR 5,- bezahlen zu müssen. Eine Refundierung ist auch hier nicht möglich.

Können Berechtigungskarten vor Ablauf retourniert werden?

Berechtigungskarten können vor Ablauf der Gültigkeit in der Friedhofskanzlei retourniert werden. Die Karten werden damit sofort gesperrt. Eine Refundierung von allfällig bezahlten Gebühren ist nicht möglich.  

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Feuerhalle Simmering. Die Kontaktdaten finden Sie unter dem Reiter "Kontakt".

Detailplan Gesamtuebersicht

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PDF (6.581 kB)  |  26.04.2016

Detailplan, Abt. 1, Gr. E7-Gr. E8, Gr. 11-Gr.13

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Detailplan, Abt. 2, Gr. E14-Gr. E16

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Detailplan, Abt. 3, Gr. E17-Gr. E20

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Detailplan, Abt. 6

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Detailplan, Abt. 7

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Detailplan, Abt. 8, Gr. E2-Gr. E3

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Detailplan, Abt. 9-14, Gr. E4-Gr. E5

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Detailplan, Abt. Abt. 4, Abt. 5

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Detailplan, Abt. E13, Abt. E16, Abt. E19

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Detailplan, Uebersicht Teilpläne

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Detailplan, Uebersicht und Urnenmauer

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Ehrengräber

Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen

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Übersichtsplan

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PDF (205 kB)  |  26.04.2016

BesondereUrnengräber- Gemeinschaftsgrabanlagen

Viele Menschen wählen eine unkonventionelle Art der Beisetzung, unabhängig von Konfession oder Weltanschauung. Sie suchen als letzte Ruhestätte für ihre Verstorbenen etwas Besonderes. Die Friedhöfe Wien haben in den letzten Jahren die Wünsche der Wienerinnen und Wiener aufgenommen und ihr Angebot für Naturbestattungen umfangreich erweitert.

 

Baumgräber © Friedhöfe WienBaumgräber © Friedhöfe WienZoom
Baumgräber
Die Gruppe hat eine Größe von 323 Quadratmetern. Ihren Namen erhielt sie durch den in die Mitte gesetzten Blauglockenbaum. Insgesamt sind 130 Grabstellen mit einer Größe von 1x1 Meter zu vergeben. In einem Grab haben zwei Urnen Platz. Die Beisetzung ist auch in biologisch abbaubaren Urnen möglich. Die Laufzeit des Grabes beträgt 10 Jahre und kann wieder verlängert werden.
 

 

Strauchgräber© Friedhöfe WienStrauchgräber© Friedhöfe WienZoom
Strauchgräber
Das Pendant zum Baumgrab, das Strauchgrab in dem sich im Mittelpunkt der Anlage ein Schmetterlingsstrauch befindet. Wie bei den Baumgräbern haben in einem Grab zwei Urnen Platz. 
 

 

Rasengräber© Friedhöfe WienRasengräber© Friedhöfe WienZoom
Rasengräber
Die Grabanlage der Rasengräber in der Feuerhalle Simmering wurde bereits im Jahr 2005 eröffnet. Im Urnenhain bieten halbkreisförmige Blütenhecken jeweils Platz für 177 Stellen. Auch hier bietet eine Grabstelle Platz für zwei Urnen.
 

 

 

Urnengarten© Friedhöfe WienUrnengarten© Friedhöfe WienZoom
Urnengarten
Die Urnen werden unter Blütenstauden beigesetzt, Bänke laden zum Verweilen ein. Ein Wasserbassin rundet diesen Ort der Ruhe und des Gedenkens ab. Grabrechte werden hier für den Zeitraum von 20 Jahren vergeben, Verlängerungen sind selbstverständlich möglich. Es können zwei Urnen pro Grabstelle beigesetzt werden.
 

 Die Gemeinschaftsgrabanlangen wie Waldfriedhof,  Baum,- Strauch,- oder Rasengräber bieten eine natürliche Urnenbestattung ohne Pflegebedarf. Wahlweise können biologisch abbaubare oder herkömmliche Metallkapseln verwendet werden. Diese Grabstellen sind nicht individuell zu gestalten sondern an gemeinsamen Gedenkstätten dürfen Blumen und Kerzen aufgestellt werden.