Kontakt
Wiener Zentralfriedhof
Haupteingang: Tor 2
Simmeringer Hauptstr. 234
1110 Wien
Tel.: +43 (0)1 760 41 - 0
Fax: +43 (0)1 760 41-99-43814
Erreichbarkeit:
Kanzlei: Montag bis Samstag von 8 bis 15 Uhr
Geschichte des Wiener Zentralfriedhofs
Der Wiener Zentralfriedhof ist kein historisch gewachsener Friedhof. Er wurde um 1870 von den Gartenarchitekten Karl Jonas Mylius und Alfred Friedrich Bluntschli geplant. Die Begräbnisstätte für alle Konfessionen löste damals politische Diskussionen über seine Einweihung aus. Diese wurde schließlich ohne Publikum am 30. Oktober 1874 nach römisch-katholischem Zeremoniell durchgeführt.
Insgesamt wurde der Friedhof sieben Mal erweitert, zuletzt 1921. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Wiener Zentralfriedhof durch schwere Bombenschäden in Mitleidenschaft gezogen. 12.000 Gräber und hunderte Grüfte wurden vollständig zerstört. Alle Gebäude waren beschädigt. Die Kuppel der Kirche wurde durch eine Brandbombe vernichtet. Nach den Instandsetzungsarbeiten präsentiert sich der Zentralfriedhof heute als die bedeutendste Begräbnisstätte Wiens und als Friedhof für alle Religionen.
Entstehungsgeschichte
1870
Wettbewerbsausschreibung für die Planung des "Central-Friedhofes" (Preisträger: Architekten Mylius und Bluntschli)
1871
Baubeginn
1874
Römisch-katholische Einweihung am 30. Oktober, Eröffnung am 1. November
1877
Eröffnung des jüdischen Teils
1880
Errichtung der Verwaltungsgebäude, Errichtung der Arkaden beim 2. Tor
1881
Gemeinderatsbeschluss, "berühmten Persönlichkeiten eigene Grabstätten im Zentralfriedhof zu widmen"
1885
Anlage der Ehrengräbergruppe 0 links vom Haupteingang
1888
Anlage der Ehrengräbergruppen 14A und 32A
1904
Eröffnung des Evangelischen Friedhofes
1905
Errichtung der Aufbahrungshallen 1 und 2 beim 2. Tor und der Portalanlage (Architekt Max Hegele)
1906 bis 1907
Errichtung der Arkaden und Kolumbarien beiderseits der geplanten Friedhofskirche
1907 bis 1910
Errichtung der Friedhofskirche "Zum Heiligen Karl Borromäus" (Architekt Max Hegele)
1917
Eröffnung des neuen jüdischen Friedhofes
1922
Vergrößerung der Ehrengräbergruppen 14C und 32C, Eröffnung des Krematoriums (Architekt Clemens Holzmeister)
1923
Errichtung der Aufbahrungshalle 3 (Architekt Karl Ehn)
1924
Errichtung einer Wohnhausanlage für Friedhofsbedienstete
1951
Errichtung der Bundespräsidentengruft
1968
Umbau der Halle 2 zur Verwendung als Aufbahrungshalle für bekannte Persönlichkeiten
1995
Beginn der Sanierungsarbeiten an der Friedhofskirche
1999
Eröffnung des Parks der Ruhe und Kraft
2000
Wiedereröffnung der Friedhofskirche



