Kontakt
Feuerhalle Simmering
Simmeringer Hauptstraße 337
1110 Wien
Tel. +43 (0)1 760 41
Erreichbarkeit:
Kanzlei: Montag bis Samstag von 8 bis 15 Uhr
Feuerhalle Simmering

Geschichte
Am 1. April 1921 erfolgte die Ausschreibung für den Wettbewerb zur Erlangung der Pläne, nach denen die Feuerhalle Simmering gestaltet werden sollte. Das Projekt von Prof. Dr. Clemens Holzmeister, das anlässlich eines Wettbewerbes den dritten Preis gewonnen hatte, wurde zur Ausführung bestimmt. Holzmeister bekam den Auftrag zur Ausführung seines Entwurfs am Gelände des Schlosses Neugebäude im Rahmen der siebenten Erweiterung des Wiener Zentralfriedhofes.
Am 17. Dezember 1922 fand die feierliche Eröffnung der ersten Feuerhalle in Österreich durch Bürgermeister Jakob Reumann statt.
Erweiterungen
1924/1925 wurden auf dem Vorplatz Arkaden mit Kolumbariennischen errichtet. Da sich der Urnenhain als zu klein erwies, mussten in den folgenden Jahren weitere Flächen des von der Umfassungsmauer begrenzten Geländes in den Urnenhain einbezogen werden.
Die Zahl der Einäscherungen im Krematorium war von 835 im Jahr 1923 auf 2.391 im Jahr 1926 angestiegen. 1927 wurden die zu beiden Seiten der Einsegnungshalle befindlichen Räume zu je einem großen Aufbahrungsraum umgestaltet. 1931 wurden an die bestehenden Räume acht Aufbahrungskojen angebaut.
Die Feuerhalle wurde im April 1945 von Bomben getroffen. Sie musste für ein Jahr geschlossen bleiben. Auch der Urnenhain war schwer beschädigt worden. Dank Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Feuerhallenverwaltung konnten alle Schäden beseitigt werden.
Religiöse und weltanschauliche Gründe verhinderten, dass die sowohl hygienische als auch wirtschaftliche Bestattungsart allgemein anerkannt wurde. Als die römisch-katholische Kirche 1963 die Vorschriften des Kirchenrechtes milderte und die Erzdiözese Wien 1966 mitteilte, dass die Feuerbestattung der Erdbestattung gleichgestellt ist, war ein langsames Ansteigen der Kremationsfälle zu verzeichnen.
Umgestaltungen
1967 bis 1969 wurde die Feuerhalle nach den Plänen von Architekt Prof. Dr. Clemens Holzmeister umgebaut. Dabei wurde die Möglichkeit geschaffen, Trauerfeiern besonderen Gepräges abzuhalten. Beim Umbau musste beachtet werden, dass das Bauwerk auch nach seiner Erweiterung den ursprünglichen architektonischen Charakter beibehielt. Die neue Anlage musste zudem den hygienischen Ansprüchen entsprechen. Die mit Koks beziehungsweise Gas beheizten Öfen wurden von 1984 bis 1986 durch vier elektrisch betriebene Einäscherungsöfen ersetzt. Im Zusammenhang damit wurden die drei Zeremonienräume unter Mitwirkung von Architekt Dr. Christof Riccabona renoviert.
Am 15. Dezember 1986 konnte das "Krematorium Wien-Simmering", das ab 12. November 1984 für Trauerfeiern gesperrt worden war, wieder seiner Bestimmung übergeben werden.
1971 wurden Erweiterungsflächen im Ausmaß von 17.069 Quadratmetern erworben. 1972 wurde der Bau einer Urnennischenmauer fortgesetzt. 1973 wurde die Einfriedungsmauer bei den Eingängen instand gesetzt. 1975 wurden im Urnenhain neue Gräbergruppen geschaffen. 1986 wurde das Verwaltungsgebäude der "Feuerhalle Simmering" renoviert. 1990 wurde die Umgestaltung des Urnenhaines fortgesetzt.



